Klimaschutzaktion "Stadtradeln"

Thaining radelt auf Platz 1

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Viel Spaß am Radeln und mit jeder Menge Wir-Gefühl: Die Pedalritter aus Thaining liegen derzeit auf Platz 1 der deutschlandweiten Klimaschutzaktion „Stadtradeln“.

Landkreis – Die bundesweite Klimaschutzaktion „Stadtradeln 2014“ ist im Landkreis Landsberg mit einem sehr guten Ergebnis zu Ende gegangen. An der Premiere auf Landkreisebene beteiligten sich 148 Teams mit insgesamt 1298 Radfahrer. Als aktivste Gemeinde rangiert Thaining derzeit sogar bundesweit auf dem 1. Platz.

Laut Rainer Mahl, der die Aktion im Landratsamt betreute und koordinierte, legten die knapp 1300 Landkreisradler zusammen 221270 Kilometer zurück und vermieden dabei gegenüber der Fahrt mit dem Auto 31862,9 Kilogramm CO2 (die Berechnung basiert auf 144 g CO2/Personen-Kilometer). „Die Gesamtstrecke entspricht der 5,52-fachen Länge des Äquators“, hat Mahl errechnet. Insbesondere die dritte Aktionswoche mit zusammen 104409 Kilometern habe den Landkreis beim „Stadtradeln“ ziemlich weit nach vorne gebracht. Derzeit belegt der Landkreis Landsberg bundesweit den 14. Platz.

Wie im KREISBOTEN berichtet, sollten bei der Aktion möglichst viele Teams möglichst viele Kilometer radeln. „In erster Linie ging es um den Klimaschutz und um die Bewusst- seinsbildung bei den Bürgern“, so Mahl, „einfach mal für die Fahrt zum Bäcker oder zum Kindergarten auf das Auto zu verzichten.“ Aber auch die Radverkehrsplanung stand im Mittelpunkt, ergänzt Landkreispressesprecher Wolfgang Müller. Gerade die Gemeinde- und Stadträte sollten ihre eigene Kommune durchfahren, um zu prüfen, ob die Wege für den Fahrradverkehr noch passen, oder ob an manchen Gefahrenpunkten neue Maßnahmen erforderlich sind. Der Landkreis habe dazu bereits „ein paar sehr gute Vorschläge“ erhalten, so Müller, und versucht diese in den nächsten Jahren umzusetzen.

Thaining ganz vorne

Ein weiterer Aspekt der Aktion war die Verbesserung des Gemeinschaftssinns in den Gemeinden. Rainer Mahl: „Der Teamgeist sollte geweckt werden und da konnte man wirklich staunen, was sich in einigen Gemeinden im Landkreis tat.“ Da hebt Mahl vor allem die Gemeinde Thaining hervor: Sie belegt derzeit bundesweit den 1. Platz bei der Auswertung mit den meisten Kilometern pro Einwohner, nämlich 16,742. In der Lechraingemeinde haben sich in einem offenen Team 70 Radler zusammengeschlossen und diese sind dabei 15570 Kilometer geradelt. „Im Durchschnitt ist damit jeder Teilneh- mer 222 Kilometer gefahren“, rechnet Mahl vor.

Auch der Thaininger Gemeinderat ging mit gutem Beispiel voran. Jedes Ratsmitglied hat im Aktionszeitraum 176,30 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Auch das bedeutet derzeit Rang 1. Mahl warnt vor frühzeitigem Jubel: „Da die Aktion deutschlandweit noch bis Ende September läuft, bleibt es spannend, ob die Thaininger ihre Spitzenposition bis zum Schluss behalten können.“ Das fahrradaktivste Team im Landkreis Landsberg war der ADFC-Kreisverband mit insgesamt 20762 Kilometern, vor dem Offenen Team Thaining und den Finninger Radlern.

„Stadtradl-Star“ Ferdinand Holzer: „Man kann viel öfter das Fahrrad nutzen, als man glaubt.“

„Stadtradel-Star“ Ferdinand Holzer, Bürgermeister in Egling an der Paar, verzichtete in den drei Aktionswochen komplett auf sein Auto und brachte es dabei auf 153 Rad-Kilometer. In seinem Blog schreibt er: „Drei Wochen ist nicht wirklich eine lange Zeit. Da kann man schon mal aufs Auto verzichten. Im Übrigen hatte ich die Zeit genutzt, mir endlich ein neues Fahrrad zu kaufen. Und mit diesem macht Fahrradfahren auch richtig Spaß. Unstrittig ist aber auch, dass ich ohne Auto meinen Beruf nur halb ausüben könnte. Und das ist auch das Fazit: Man kann viel öfter das Fahrrad benutzen, aber ohne Auto wollte ich auch nicht sein. Insgesamt eine sicherlich interessante Erfahrung“.

Mit Siegerehrung

Eine Siegerehrung will der Landkreis zusammen mit dem ADFC-Kreisverband demnächst durchführen. Der Termin dafür steht noch nicht fest. Schon jetzt bedankt sich Rainer Mahl im Namen des Landkreises bei allen Teilnehmern und „vor allem bei den örtlichen Koordinatoren“. Er hofft, dass auch im nächsten Jahr wieder viele Radfahrer bei der bundesweiten Klimaschutzaktion „Stadtradeln“ mitmachen werden.

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