3D-Blick ins Körperinnere

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Gestochen scharfer Blick ins Körperinnere: Mit dem neuen 3D-Laparaskopie-Turm setzt das Klinikum Landsberg neue Maßstäbe in der Operationstechnik.

Landsberg – Das Landsberger Klinikum verfügt seit Kurzem über eine innovative Operationstechnik bei minimal-invasiven Eingriffen. Der neue 3D-Laparoskopie-Turm ermöglicht den Chirurgen und Gynäkologen einen dreidimensionalen Blick in den Körper des Patienten. Mit diesem modernen System setzt die Klinik neue Maßstäbe in der gesamten Region.

Das 3D-System gilt als der neueste medizinische Fortschritt für Operateure: Der High-Tech-Apparat besteht aus einem großen Monitor sowie einer speziellen Kamera- und Rechnertechnik. Ärzten, die eine spezielle Brille tragen, bietet er ein dreidimensionales Bild aus dem Körperinneren des Patienten. Die Darstellung in 3D und eine Auflösung, die an ein Mikroskop heranreicht, sorgen dafür, dass die Operateure auch während minimal-invasiver Eingriffe dreidimensional sehen.

Die neue 3D-Technik eignet sich für klassische minimal-invasive Routineeingriffe, wie die Entfernung der Gallenblase, aber auch für kompliziertere Eingriffe, beispielsweise am Magen-Darm-Trakt, an Gebärmutter oder Eierstöcken. Während des Eingriffs trägt der Operateur eine Polarisationsbrille, durch die er Körperstrukturen und sein Instrumentarium in räumlicher Darstellung sieht. Durch farbige, hochauflösende Bilder kann er die Organe fast so wahrnehmen wie bei einer offenen Operation. Selbst erfahrene Chirurgen profitieren von dieser dritten Dimension.

In die Tiefe

„Jetzt sehen wir während einer minimal-invasiven Operation in die Tiefe“, erklärt Dr. Harald Tigges, Chefarzt der Chirurgie im Klinikum, die Vorteile der neuen Technik. „Diese enorme Tiefenwirkung bietet uns eine viel bessere Übersicht. Anatomisch feinste Gewebestrukturen im Bauchraum lassen sich besser unterscheiden. Im Vergleich zu den herkömmlichen 2D-Systemen können wir noch präziser und zielgerichteter arbeiten.“ Insbesondere bei komplizierten Nahtarbeiten, wie in der Magen- und Darm-Chirurgie, sei das Verfahren für die Operateure von Vorteil.

Auch in der Gynäkologie sei die innovative Technik von Nutzen. „In der räumlichen Darstellung kommt die Anatomie der einzelnen Organe viel besser zur Geltung“, ergänzt Chefärztin Dr. Britt Kerler. „Gerade bei Operationen an der Gebärmutter mit großen Muskelknoten werden die häufig stark ausgeprägten Gefäße sichtbarer, sodass die Patientinnen weniger Blut verlieren.“

Die Vorteile, die das 3D-System den Patienten bringe, lägen auf der Hand. Sie profitierten insbesondere von einer höheren Sicherheit. Darüber hinaus sorge die optimierte Technik auch für kürzere Eingriffszeiten und verringere damit die Belastung, die immer mit einer Operation einhergeht.

„Wir freuen uns, diese in Deutschland erst wenig verbreitete OP-Technik unseren Patienten im Klinikum Landsberg anbieten zu können“, unterstreicht Dr. Tigges. „Das hebt unsere Arbeit auf ein neues Niveau.“

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