Das Kommando übernommen

Die führungslose Zeit bei der Geltendorfer Feuerwehr ist Vergangenheit: Hans Georg Liegsalz (mitte) ist neuer Kommandant und folgt somit auf Ewald Kapfhammer (rechts), zum Stellvertreter wurde Andreas Höpfl (links) gewählt. Foto: FFW

Nach zwölf Jahren als stellvertretender und drei Monaten als kommissarischer Kommandant ist Hans Georg Liegsalz jüngst zum neuen Chef der Geltendorfer Feuerwehr gewählt worden. Ursprünglich hatte er das Amt nicht auf Dauer übernehmen wollen, es hatte sich jedoch kein anderer Kandidat gefunden. „Unsere Gruppenführer, die infrage gekommen wären, sind mit Anfang 20 zu jung, und die Älteren wollen nicht mehr“, so der 40-Jährige. Liegsalz kündigte an, das Amt sechs Jahre lang auszuüben und in dieser Zeit einen Nachfolger aufzubauen. Neuer zweiter Kommandant ist Andreas Höpfl, Vorsitzender des Feuerwehrvereins.

Immer noch ungelöst ist derweil die Situation um den Neubau des Feuerwehrhauses. Wie im KREISBOTEN berichtet, will die Gemeinde maximal zwei Millionen Euro dafür ausgeben und ist nach wie vor auf der Suche nach nachahmenswerten Beispielen. Man habe kürzlich zusammen mit dem Gemeinderat das Feuerwehrhaus in Hebertshausen bei Dachau besich­tigt, berichtete Liegsalz. Doch auch dieses habe 2,3 Millionen Euro gekostet – selbst ohne Atemschutzwerkstatt und Schlauchwaschanlage. Beides ist jedoch in Geltendorf erforderlich. „Man muss schon Äpfel mit Äpfeln vergleichen, und zwar die gleiche Sorte“, betonte der Kommandant. Die von der Feuerwehr vorgelegte Planung hatte der Gemeinderat abgelehnt, da sie Gesamtkosten von rund drei Millionen Euro bedeutet hätte. Das Architekturbüro soll der Gemeinde im kommenden Monat eine günstigere Variante vorlegen. Möglich sei aber auch, dass die Planer den Auftrag niederlegen, so Liegsalz. „Für zwei Millionen ist es einfach nicht zu machen.“ Ohne Verantwortung Derweil muss die Wehr weiterhin mit ihrem unzulänglichen Altbau auskommen. Lieg­salz dazu: „Wir haben zwei Übungseinheiten darauf verwendet, die Unfallgefahren zu minimieren.“ Der neu gewählte Kommandant ließ sich von der Gemeinde schriftlich von der Verantwortung für eventuelle Unfälle entbinden.

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