Jahresabschlüsse passen  wieder nicht!

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Nachsitzen! Der Kommunale Prüfungsverband Bayern hat die Jahresabschlüsse 2006 und 2007 erneut an die Stadt zurückverwiesen.

Landsberg – Es klingt zunächst verwunderlich, was da für den Mittwoch im Finanzausschuss (18 Uhr) angekündigt wird: Der Kommu­nale Prüfungsverband (KPV) hat sich die Jahresabschlüsse der Stadt Landsberg für 2006 und 2007 angesehen und ist noch nicht zufrieden. Es müssten „in erheblichem Umfang Nacherfassungen, Neu- und Umbewertungen vorgenommen werden“.

Um den Vorgaben der Rechtsaufsicht gerecht zu werden – sie hatte gefordert, die Jahresabschlüsse bis 2012 noch in diesem Jahr vorzulegen – werde man wieder einen Auftrag an die Unternehmensberatung Rödl&Partner vergeben müssen, „mit dem zur Verfügung stehenden eigenen Personal wird dies nicht gelingen“.

Die jetzt bemängelten Abschlüsse 2006 und 2007 wurden bereits mit derselben Firma erstellt. Dass diese nicht ordentlich gearbeitet haben könnte, dementiert Kämmerer Peter Jung auf Nachfrage des KREISBOTEN ausdrücklich. Man sei „froh, dass uns Rödl&Partner in dieser schwierigen Phase mit ihren Erfahrungen begleitet hat.“ Der KPV sieht die Mängel dann auch nur an bestimmten Stellen, das kommt nicht überraschend. Der Kraftakt war in der kurzen Zeit nur zu stemmen, weil man „Abstriche bei der Durchführung der Arbeiten“ in Kauf nahm, so der Kämmerer.

Rödl&Partner war für Eröffnungsbilanz und Infrastrukturvermögen zuständig; daran hatte der KPV wenig auszusetzen. Auch bei „großen Bereichen des Sachanlagevermö­gens“ habe es „kaum Feststellungen gegeben“. Schwierig, so Jung, sei aber das Stiftungsvermögen der Stadt, da es in verschiedenen Positionen enthalten sei. Das Grundstockvermögen sei derzeit nicht be­- kannt, so könne das Eigenkapital nicht korrekt aufgegliedert werden. Bis das behoben ist, bleibt in der Kämmerei viel zu tun, wie Peter Jung weiß, der von „manuellen Korrekturen, die zeitintensiv und nicht im System hinterlegt waren“, spricht. „Erst mit Umstellung auf den bayerischen Kontenrahmen und die bayerische Rechtslage werden diese Probleme restlos behoben sein.“

Vorerst braucht man wieder die Hilfe von Rödl&Partner, die man erst vor kurzem aus Kostengründen von vielen Arbeiten entbunden hatte. Was der neue Auftrag kosten darf, wird der Kämmerer im nichtöffentlichen Teil der Sitzung mit dem Ausschuss erörtern.

Christoph Kruse

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