Konzert der "Deutschen Meister"

Üerzeugten die Jury zu 100 Prozent und erzielten die Höchstwertung: Leon Dorn (links) und Korbinian Fichtl. Fotos: Eckstein

Erst kürzlich hat die Städtische Sing- und Musikschule ihr 125. Bestehen gefeiert. In dieser Zeit hat sie viele hervorragende Musiker hervorgebracht. Doch ein Erfolg wie dieser ist selbst für qualitativ gute Schulen eine Seltenheit: gleich sechs Bundessieger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ kommen in diesem Jahr aus den Reihen der Sing- und Musikschule, eine weitere Landsbergerin erhielt ebenso einen 1. Preis. Ihr Können präsentierten die jungen Musiker am Donnerstag im Rahmen eines Konzertes im Rathausfestsaal.

„Es ist immer wieder faszinierend, was junge Menschen unheimliches schaffen, wenn sie Spaß daran haben“, fasste Schulleiter Lothar Kirsch zusammen. Denn ohne die Freude an der Musik ginge gar nichts, fehle die Motivation. Es sei ein Verdienst der Lehrkräfte, bei aller Leistung die Freude am Spiel zu fördern und Stücke auszusuchen, die zu den Schülern passten. Und diese Freude war den jungen Musikern auch zumeist anzusehen. Schwungvoll, locker und scheinbar unbeeindruckt von den vielen Zuschauern im vollbesetzten Rathausfestsaal begeisterten zuerst Julius Michel und Godwin Schmid mit drei Percussion-Stücken an verschiedenen Instrumenten. Anna Steinmeier demonstrierte die Wandlungsfähigkeit der Blockflöte mit einer Barocksonate von Guiseppe Valentini und einem zeitgenössischen Stück von Agnes Dorwarth, einem lautmalerischen „Vogelbuch“. Ihre Schwester, Carmen Steinmeier, die übrigens ebenfalls an der Blockflöte einen 2. Platz belegte und Bundessiegerin in der Kategorie „Harfenbegleitung“ ist, spielte mit Hannah Jacobs (Fagott) eine Sonate des Weimarer Barockkomponisten Johann Friedrich Fasch. Die volle Punktzahl vor einer „sehr strengen Jury“, so Lothar Kirsch, erzielten die beiden Percussionisten Leon Dorn und Korbinian Fichtl, und niemand, der ihnen zuhörte und zusah, konnte daran zweifeln. Auch sie variierten die Instrumente, Drums, Xylophon, Marimbaphon, flogen förmlich von einem Instrument zum anderen wie bei Frank Neus „That’s the way“ und beschlossen ihr Programm mit der augenzwinkernden Körperpercussion „If you’ve lost your drums“. Oberbürgermeister Mathias Neuner lobte die jungen Künstler, aber auch ihre Eltern, die einen nicht unbeträchtlichen Teil an Engagement einbringen müssten, um die musikalischen Erfolge der Kinder zu unterstützen. Er freute sich über die Landsberger „Deutschen Meister“ und überreichte jedem ein kleines Präsent. Außer den sieben Konzertteilnehmern hatten sich drei weitere Landsberger Musikschüler für den Bundeswettbewerb qualifiziert: das Klavierduo Armin Alexander Hiltl und Andreas Vogel (Teilnahme mit sehr gutem Erfolg) und Eva Loder, die in der Kategorie „Gitarre“ einen 3. Preis erzielte.

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