Ein Konzert fürs Auge

Mit ein paar Wörtern, elementaren Verben, fing es an. Dann wurde am Freitagabend der ganze Raum der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt durch Licht-/Textprojektionen zum Lesestück. Dazu Musik. So wie beim Konzert „in moto“ hatte man den Kirchenraum wohl noch nie erlebt.

Unheimlich dieses Gefühl in einer fast unbeleuchteten Kirche zu sitzen. Nur das Licht einiger Straßenlaternen drang noch herein. Den ersten Auftritt hatte dann noch nicht Licht oder Musik, sondern der Schauspieler Ralf Weikinger, der einen Text rezitierend, durch die Mittelreihe schritt und einstimmte auf die Botschaften, die kommen sollten. Marianne Lösch an der Orgel, Stefan Schmid am Schlagzeug, Kai Wangler am Akkordeon und der Licht-Künstler Georg Trenz sorgten schließlich für ein Gesamtkunstwerk. Zu Stücken von Bertold Hummel, Petr Eben, Nikolaus Brass, Dimitri Schostakowitsch und Eckhard Kopetzki wurde die Kirche mit Schrift illuminiert. Für ein paar Besucher war es nicht ganz einfach, sich auf dieses Konzert-Experiment von Kurt Tykwer (Filmforum) einzulassen. Sie gingen früher. Die, die dageblieben war, blieben dagegen noch länger als die Musik spielte und streiften duch Mariä Himmelfahrt, an deren Wänden es noch viel zu lesen gab.

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