Kommt das Bootshaus 2017?

+
Unmittelbar nördlich des Seerestaurants St. Alban könnte das Bootshaus des Ammerseegymnasiums entstehen.

Dießen – Seit sieben Jahren taucht das Thema Bootshaus für das Ammerseegymnasium immer wieder auf. Seitdem beabsichtigt man dort die Disziplin Rudern in den Sportunterricht einzubinden. Die Marktgemeinde hat nun signalisiert, dass dieses Vorhaben auf dem Campingplatz St. Alban nördlich des Restaurants verwirklicht werden könnte. Diese Flächen gehören dem Landkreis, doch der gab nun vorerst noch kein grünes Licht.

Es sei schwierig alle Interessen unter einen Hut zu bringen, räumte Landrat Thomas Eichinger in der jüngsten Kreis­ausschusssitzung ein. Die Schule ist bereits in Besitz mehrerer Ruderboote. Diese werden momentan noch provisorisch auf dem Campingplatz St. Alban bzw. direkt am Schulgebäude gelagert. Auf Dauer wird aber ein festes Bootshaus benötigt. Bereits mehrere Standorte am Ammersee standen hier zur Diskussion, bisher konnte aber auf keinem der Grundstücke Baurecht erwirkt werden.

Doch dann brachte der Landkreis einen weiteren Standort für das Bootshaus auf dem Areal des kreiseigenen Campingplatzes St. Alban unmittelbar nördlich des Seerestaurants ins Spiel. Im August hat der Marktgemeinderat den Entwurf des Bebauungsplanes gebilligt. Das Bauleitverfahren ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Geplant ist hier eine Holzständerkonstruktion, die das Bootslager, eine Werkstatt, eine Umkleide mit WC und Dusche sowie einen Technikraum unterbringen soll. Zusätzlich soll ein rund 40 Meter langer Schwimmsteg in unmittelbarer Verlängerung zum Bootshaus errichtet werden, erläuterte Christian ­Kusch vom kreiseigenen Hochbau. Man rechne hier mit Gesamtkosten von 550.000 Euro.

Baubeginn könnte Frühjahr 2017 sein. „Ich glaube fest daran, dass das Bootshaus kommt. Ich hätte es aber lieber bereits 2014 gehabt“, so Landrat Thomas Eichinger. Dießens Bürgermeister Herbert Kirsch (FW) äußerte sich da eher zurückhaltend: „Die Gemeinde spricht sich nicht dagegen aus.“

Doch dem Projektbeschluss stimmte der Kreis­ausschuss nun nicht zu, sondern der Beschluss wurde auf Antrag von Quirin Krötz (CSU) vertagt. Grundsätzlich stehe er hinter dem Projekt, so Krötz, allerdings würde er den Beschluss trotzdem gerne um vier Wochen bis nach den Haushaltsberatungen schieben. „Die Frage ist ja: Können wir uns das leisten?“, sagte Krötz in der Sitzung. Dem stimmte das Gremium mit 8 zu 5 Stimmen zu. Einem Baubeginn in 2017 stünde eine Vertagung allerdings nicht entgegen.

Astrid Neumann

Meistgelesene Artikel

Vier Etagen und viel Licht

Landkreis – Es sei lediglich eine „graphische Umsetzung des Flächenbedarfs; kein Plan, keine Lösung“, betont Hochbauamtschef Christian Kusch mit …
Vier Etagen und viel Licht

Städtisches Alkoholverbot?

Landsberg – Mit Unterstützung seiner Fraktionskollegen der Landsberger Mitte fordert Stadtrat Dr. Wolfgang Weisensee, der als Leitender Notarzt tätig …
Städtisches Alkoholverbot?

Ein Londoner Architekt formt den Lechsteg

Landsberg – Der aus Deutschland stammende Architekt Dirk Krolikowski vom Londoner Architekturbüro DKFS wird gemeinsam mit dem Münchener Ingenieurbüro …
Ein Londoner Architekt formt den Lechsteg

Kommentare