Kreisverkehr schafft Abhilfe

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Zu zahlreichen Unfällen ist es in der Vergangenheit an dieser Kreuzung bei Pflugdorf gekommen – durch einen Kreisverkehr soll sie nun entschärft werden.

Reichling/Vilgertshofen – Mit der Entschärfung von neuralgischen Punkten im Straßenverkehr beschäftigte sich der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Insbesondere an der Kreuzung der Kreisstraßen LL15 und LL6 südlich von Pflugdorf gab es in der Vergangenheit immer wieder Unfälle.

Diese Kreuzung liegt außerorts mitten auf dem flachen Land. Gerade im Hinblick auf die Schwere der Unfälle bezeichnet die Unfallkommission des Landkreises diese Kreuzung als problematisch. Zwar hatte man 2012 nach einem Unfall als Sofortmaßnahme drei Bäume gefällt und damit die Übersichtlichkeit der Kreuzung verbessert. Trotzdem gab es im Frühjahr 2013 wieder einen schweren Unfall mit Schwerverletzten.

Die Empfehlung der Unfallkommission, die aus Mitgliedern der Polizei, der Unteren Verkehrsbehörde und der Straßenbaubehörde im Landratsamt besteht, lautet: Umbau der Kreuzung als Kreisverkehrsplatz. Seit 2005 hat die Polizeiinspektion Landsberg an der Kreuzung 15 Verkehrsunfälle mit einem Todesopfer, zwei Schwer- und 23 Leichtverletzten registriert, schrieb Kreisrätin Margit Horner-Spindler, gleichzeitig Bürgermeisterin von Reichling, an den Landkreis.

Sie wies weiter in dem Schreiben, das die Mitglieder des Kreisausschusses in Kopie erhielten, darauf hin, dass bereits auch in früheren Jahren schon Unfälle mit Todesfolge an dieser Kreuzung passiert seien. In den achtziger Jahren mussten zwei kleine Mädchen ihr Leben lassen.

Ihr Antrag lautete: „Der Kreistag möge beschließen, die Kreuzung durch Einrichtung eines Kreisverkehrs umzubauen“. Sowohl in einer Bürgerversammlung der Gemeinde Vilgertshofen als auch im Gemeinderat von Reichling wird die Entschärfung dieses Unfallschwerpunktes als sehr wichtig angesehen wird. Der Bürgermeister von Vilgertshofen, Konrad Welz, hat auch Gesprächsbereitschaft hinsichtlich der Übernahme von Mehrkosten beim Bau eines Kreisverkehrs im Vergleich zum diskutierten Versatz der Straße signalisiert.

Auch Landrat Walter Eichner bestätigte, dass ihm Konrad Welz persönlich sein Wort gegeben habe, sich an den Kosten zu beteiligen. Der Kreisausschuss beschloss, die Verwaltung damit zu beauftragen, gemeinsam mit der Unfallkommission eine Priori-tätenliste zur Verbesserung des Verkehrsunfallgeschehens auf Kreisstraßen aufzustellen und eine grundlegende bauliche Änderung an der Kreuzung LL15/LL6 mit dem Schwerpunkt „Bau eines Kreisverkehrs“ zu prüfen.

Weiter wird der Landrat beauftragt, mit der Gemeinde Vilgertshofen Verhandlungen über eine Kostenbeteiligung der Gemeinde beim Bau eines Kreisverkehrs aufzunehmen. In den Haushalt soll ein Betrag von 20000 Euro für Vermessungs- und Planungsleistungen aufgenommen werden.

Siegfried Spörer

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