"Krippengeld" für Geltendorf

Im katholischen Kindergarten an der Schulstraße soll im Herbst eine Krippengruppe mit zwölf Plätzen eröffnet werden. Dazu müssen für etwa 395000 Euro neue Räumlichkeiten errichtet werden. Die Gemeinde muss allerdings nur einen geringen Anteil selbst aufbringen. Für das Gros der Kosten gibt es Fördergelder.

Ursprünglich sollte die Krippengruppe innerhalb des bestehenden Gebäudes eingerichtet werden - bei 17 Neuanmeldungen für den Kindergarten und 28 bereits belegten Plätzen erwies sich dies jedoch als unmögliches Unterfangen. Die Anzahl der nachwachsenden Kindergartenkinder wäre früher absehbar gewesen, kritisierte Josef Weiß (CSU) kürzlich im Gemeinderat. „Hätten wir die Zahlen sechs Monate früher bekommen, hätten man das Projekt ruhiger angehen können, statt es jetzt unter Druck zu realisieren“, sagte Weiß. Für die Krippe sind aus der Gesamtgemeinde bereits elf Kinder angemeldet. Der Anbau – mit Krippenraum mit Ruheraum, Küche, Elternbesprechungszimmer und Abstellraum für Kinderwagen, wird dem Gebäude vorgelagert und auf der Fläche der jetzigen Parkplätze entstehen. Da das Ensemble aus Kirche, Pfarrheim und Kindergarten unter Denkmalschutz steht, sind entsprechende Auflagen zu beachten. Außerdem muss der ursprüngliche Architekt den Plänen zustimmen. Eine mündliche Zusage gebe es bereits, berichtete Dritter Bürgermeister Robert Sedlmayr (ödp) auf der jüngsten Ratssitzung. Die katholische Kirchenstiftung Zu den Heiligen Engeln wird sich mit einem Zuschuss von 15 Prozent oder maximal 60000 Euro an den Baukosten beteiligen - unter der Bedingung, dass die Gemeinde als Bauherr auftritt. Der Freistaat steuert voraussichtlich 309000 Euro bei, so dass die Gemeinde nur noch 26000 Euro zu tragen hat – sofern die von Planer Stephan Stöckle genannten Kosten von 395000 Euro bleiben. Stöckle habe eher zu großzügig kalkuliert, meinte Martina Goldbrunner (SPD). Der Planer hatte bei der Vorstellung der Entwürfe betont, mit einer „hochwertigen Hülle“ könne man später Unterhaltskosten einsparen. Der Gemeinderat entschied nun, Stöckle mit der Planung zu beauftragen und die Vereinbarung mit der katholischen Kirchenstiftung zu den genannten Bedingungen abzuschließen.

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