Kugel passt sich zum Outfit – ZDF drehte in St. Ottilien für "Heiligabend mit Nina Ruge"

Wenn am 24. Dezember das ZDF zu „Heiligabend mit Nina Ruge“ einlädt, dann hat ein Team aus 25 Mitarbeitern eine Elf-Tage-Tour durch das bayerische Voralpenland hinter sich. Man hat zirka 50 Stunden „produziert“ und am Ende damit eine Stunde Sendung gefüllt. Die Fernsehleute waren in Dießen, Herrsching, Raisting, natürlich in München und im Kloster St. Ottilien. Dort sangen die Tölzer Sängerknaben in der Kirche und der einstige Erzabt und heutige Abtprimas Notker Wolf erzählte, was ihm noch aus seiner Kindheit von Weihnachten im Gedächtnis ist.

Es ist kalt an diesem Tag in der Ammersee-Region. Gegen drei Uhr am Nachmittag kommen ein Laster, die Kleintransporter und Kombis auf das Klostergelände gefahren. Es werden nicht nur Kameras, kistenweise Scheinwerfer, dazugehörige Aufhänge-Vorrichtungen, Leitern und Unmengen von Kabel ausgepackt. Türme von Aufnahmegeräten, Monitore, um die Aufzeichnungen auch sofort anschauen zu könne, werden im Kreuzgang vor der Abteikirche aufgebaut, gestapelt. Erstaunlich ist von Anfang an die Ruhe, mit der gearbeitet wird, mit der Probleme kurz diskutiert und dann erledigt werden. Der Nebel hängt tief, vom Schnee ist nur noch auf den Dächern etwas zu sehen. Für den Hintergrund der späteren Aufnahmen wird ein (mitgebrachter) Christbaum drapiert, mit elektrischen Kerzen und schließlich mit Kunstschnee „verschönert“. Derweil sitzen die Moderatorin und Gast Abtprimas in der Maske. Notker Wolf hat sich zuvor noch auf der Querflöte eingestimmt, die auch noch auf dem Programm steht. Noch einmal werden kurz die Themen besprochen, die Reihenfolge des Smalltalk festgelegt, während die Dame mit der Puderquaste letzte Hand anlegt an den Teint von Nina Ruge und Notker Wolf. Dann geht es hinaus in die Kälte, in das gleißende Scheinwerferlicht. Dort erzählt der oberste Benediktiner dann, was für ihn Weihnachten – auch – bedeutet und wie im römischen Sant’Anselmo, seinem jetzigen Zuhause, das Christfest gefeiert wird. Nach zwei Wiederholungen sind die sechs Minuten Sendezeit im Kasten. Nina Ruge kann wieder ins Warme und der Abt geht zu Vesper und Vigil mit der Klostergemeinschaft in die Kirche. Die Mannen von der Technik dürfen inzwischen sämtliche Aufbauten wieder abnehmen, ins Gästehaus transportieren und erneut aufbauen. Denn dort werden die nächsten sieben Minuten Sendung gedreht. Der Raum ist klein, es geht eng zu. Der (ZDF-)Weihnachtsbaum in der Ecke hat echte Kerzen und die Kugeln sind farblich auf das Outfit von Nina Ruge abgestimmt. Der Abtprimas ist da unproblematischer im schwarzen Habit der Benediktiner. Die Krippe und das Buch auf dem Lesepult im Hintergrund haben dann doch die Ottilianer beigesteuert. Auch einem ZDF-Team fehlt es schon einmal an ganz besonderen Requisiten. Abt Notker kann sich tatsächlich an ein Weihnachten von vor 66 Jahren erinnern. Solche Blitzlichter aus der Vergangenheit, seine erste Erinnerung an Kirche, Weihrauch, Kerzen, sie passen so schön in die weihnachtliche Zwischenmoderation (oder werden passend gemacht). Schließlich greift er zur Querflöte und darf noch einen kurzen Einblick in das geben, was er wirklich liebt: Musik machen. Es ist nach 22 Uhr und es schneit. Die Aufnahmeleitung ist zufrieden, die Scheinwerfer erlöschen, der Dreh ist zu Ende. Endlich wird ein letztes Mal zusammengeräumt…Von HEIDE WINTER-LEHMING St. Ottilien – Wenn am 24. Dezember das ZDF zu „Heiligabend mit Nina Ruge“ einlädt, dann hat ein Team aus 25 Mitarbeitern eine Elf-Tage-Tour durch das bayerische Voralpenland hinter sich. Man hat zirka 50 Stunden „produziert“ und am Ende damit eine Stunde Sendung gefüllt. Die Fernsehleute waren in Dießen, Herrsching, Raisting, natürlich in München und im Kloster St. Ottilien. Dort sangen die Tölzer Sängerknaben in der Kirche und der einstige Erzabt und heutige Abtprimas Notker Wolf erzählte, was ihm noch aus seiner Kindheit von Weihnachten im Gedächtnis ist. Es ist kalt an diesem Tag in der Ammersee-Region. Gegen drei Uhr am Nachmittag kommen ein Laster, die Kleintransporter und Kombis auf das Klostergelände gefahren. Es werden nicht nur Kameras, kistenweise Scheinwerfer, dazugehörige Aufhänge-Vorrichtungen, Leitern und Unmengen von Kabel ausgepackt. Türme von Aufnahmegeräten, Monitore, um die Aufzeichnungen auch sofort anschauen zu könne, werden im Kreuzgang vor der Abteikirche aufgebaut, gestapelt. Erstaunlich ist von Anfang an die Ruhe, mit der gearbeitet wird, mit der Probleme kurz diskutiert und dann erledigt werden. Der Nebel hängt tief, vom Schnee ist nur noch auf den Dächern etwas zu sehen. Für den Hintergrund der späteren Aufnahmen wird ein (mitgebrachter) Christbaum drapiert, mit elektrischen Kerzen und schließlich mit Kunstschnee „verschönert“. Derweil sitzen die Moderatorin und Gast Abtprimas in der Maske. Notker Wolf hat sich zuvor noch auf der Querflöte eingestimmt, die auch noch auf dem Programm steht. Noch einmal werden kurz die Themen besprochen, die Reihenfolge des Smalltalk festgelegt, während die Dame mit der Puderquaste letzte Hand anlegt an den Teint von Nina Ruge und Notker Wolf. Dann geht es hinaus in die Kälte, in das gleißende Scheinwerferlicht. Dort erzählt der oberste Benediktiner dann, was für ihn Weihnachten – auch – bedeutet und wie im römischen Sant’Anselmo, seinem jetzigen Zuhause, das Christfest gefeiert wird. Nach zwei Wiederholungen sind die sechs Minuten Sendezeit im Kasten. Nina Ruge kann wieder ins Warme und der Abt geht zu Vesper und Vigil mit der Klostergemeinschaft in die Kirche. Die Mannen von der Technik dürfen inzwischen sämtliche Aufbauten wieder abnehmen, ins Gästehaus transportieren und erneut aufbauen. Denn dort werden die nächsten sieben Minuten Sendung gedreht. Der Raum ist klein, es geht eng zu. Der (ZDF-)Weihnachtsbaum in der Ecke hat echte Kerzen und die Kugeln sind farblich auf das Outfit von Nina Ruge abgestimmt. Der Abtprimas ist da unproblematischer im schwarzen Habit der Benediktiner. Die Krippe und das Buch auf dem Lesepult im Hintergrund haben dann doch die Ottilianer beigesteuert. Auch einem ZDF-Team fehlt es schon einmal an ganz besonderen Requisiten. Abt Notker kann sich tatsächlich an ein Weihnachten von vor 66 Jahren erinnern. Solche Blitzlichter aus der Vergangenheit, seine erste Erinnerung an Kirche, Weihrauch, Kerzen, sie passen so schön in die weihnachtliche Zwischenmoderation (oder werden passend gemacht). Schließlich greift er zur Querflöte und darf noch einen kurzen Einblick in das geben, was er wirklich liebt: Musik machen. Es ist nach 22 Uhr und es schneit. Die Aufnahmeleitung ist zufrieden, die Scheinwerfer erlöschen, der Dreh ist zu Ende. Endlich wird ein letztes Mal zusammengeräumt…

Meistgelesene Artikel

Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kaufering – Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde hat Nachwuchssorgen. Das war eines der brennenden Themen auf der diesjährigen …
Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Breitband, Straßen, Seeanlagen

Dießen – Kaum Anlass zu Rückfragen und Diskussionen hat der Haushaltsplan 2017 gegeben, den Kämmerer Max Steigenberger am Montag erneut im …
Breitband, Straßen, Seeanlagen

Der Entwurf steht

Landsberg – Die Hochwasserschutzmauern oberhalb der Karolinenbrücke sind 1913 erbaut worden – nach über hundert Jahren sind sie marode und müssen …
Der Entwurf steht

Kommentare