Knipsen für "Türkenmariandl"

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Bei „Türkenmariandl“ dabei: Die Referenten Conny Kurz und Wolfgang Hauck (links) sowie Karla Schönebeck (rechts) und die Landsberger Mittelschüler (hinten v. l.) Görkem Ficilar, Dialra Schlieckmann, Iris Eberhardt, Jennifer Czorny, Annica Müller, Johanna Jarosch und Cedric Trautwein sowie (vorne v. l.) Fiamma Caloggero, Deniz Sevtekin, Rana Türksoy, Martin Knöpfle und Niklas Taschler.

Landsberg – Wundern Sie sich nicht, wenn Sie demnächst in Ihrem Lieblingsrestaurant auf Reporter treffen oder aus der Restaurantküche ein Team von jugendlicher Fotografen kommt statt des Mittagessens. Hier sind engagierte und kulturbegeisterte Jugendliche unterwegs, die für ein Projekt des Landsberger Kulturvereins „dieKunstBauStelle“ recherchieren, befragen, fotografieren und fil­men. „Türkenmariandl“ heißt das Projekt, das bereits in dieser Woche startet und Migrationsgeschichte ausländischer Gastronomen erkundet.

Auf dem Weg in die Gaststätten sind 18 Jugendliche der Mittelschule Landsberg und werden zu Reportern. Sie stammen häufig selbst aus Auswandererfamilien, aus Russland, der Türkei, Italien und Osteuropa. Nun beschäftigen sie sich mit eigener und fremder Lebensgeschichte und setzen dies in Wort, Bild und Film um. Am Ende entstehen Plakate, die als Ausstellung in den beteiligten Restaurants präsentiert werden.

Bei „Türkenmariandl“ handelt sich um eigenständige, außerschulische Maßnahme, die außerhalb des Unterrichts stattfindet“, so Wolfgang Hauck, Vorsitzender des Landsberger Vereins „dieKunstBauStelle“. Es sei ein zweiteiliges Projekt mit dem Blickwinkel „heute“ und „gestern“. Jeder Teil bestehe aus drei Maßnahmen: Interview-, Medien- und Ausstellungswerkstatt.

Noch im Oktober gehe „dieKunstBauStelle“ mit weiteren Projekten im Bereich der kulturellen Bildung an den Start. Insgesamt neun Maßnahmen zur kulturellen Bildung, gebündelt in drei Projekte für die Jahre 2014 und 2015, werden realisiert. Parallel startet in den Herbstferien in Graben die außerschulische Workshopserie „Erzähl deine Geschichte“. Auch hier recherchieren Jugendliche Lebenslinien und Geschichten von „Zugereisten“. Zusammen mit Profi-Journalisten aus Hörfunk und Print erlernen sie das Handwerk von Radio- und Zeitungsjournalisten und bereiten die Interviews als Print-und Audiobeiträge für die Öffentlichkeit auf.

„Mit den Maßnahmen möchten wir Verknüpfungspunkte zwischen den Kulturen aufzeigen, um Verständnis zu schaffen und Akzeptanz aufzu- bauen“, sagt Wolfgang Hauck. „Die Baustellen sind eingerichtet, und wir gehen gemeinsam mit den Jugendlichen ans Werk. Ehrenamtliche Helfer werden uns bei unseren zahlreichen Aufgaben unterstützen. Wir freuen uns schon auf die gemeinsame Arbeit und sind gespannt auf die Ergebnisse.“

Gefördert werden die beiden Landsberger Projekte durch das Programm „Mein Land – Zeit für Zukunft“ der Türkischen Gemeinde in Deutschland im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

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