Lukratives Geschäft

Landkreis wird Altkleidersammler

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Ab Juli kommenden Jahres wird es auf den Wertstoffhöfen nur noch Altkleidercontainer des Landkreises geben – auch das Rote Kreuz darf dort nicht mehr sammeln.

Landkreis – Gewerbliche Altkleidersammlungen wird es zwischen Lech und Ammersee nicht mehr lange geben. Laut einstimmigem Beschluss des Kreisausschusses wird der Landkreis ab dem 1. Juli 2014 selbst Altkleider sammeln.

Das bedeutet neben dem Aus für gewerbliche Sammler auch, dass die Container gemeinnütziger Organisationen, etwa des Roten Kreuzes, von den Wertstoffhöfen verschwinden und durch kommunale Container ersetzt wer­den. Außerhalb der Wertstoffhöfe dürfen karitative Organisationen weiterhin Sammelbehälter aufstellen.

Mit Altkleidern ist derzeit gutes Geld zu verdienen. Der Markt ist so lukrativ, dass gewerbliche Sammler teilweise sogar Stellplatzmiete für ihre Kleidercontainer zahlen. Und diese sind oft so geschickt beschriftet, dass der Eindruck entsteht, es handle sich um eine wohltätige Sammlung – wenn etwa ein Plus-Zeichen dem Rot-Kreuz-Symbol nachempfunden ist, wie Landrat Walter Eichner (CSU) beobachtet hat. Die Bürger, die die Abgabe ihrer Altkleider nicht als Abfallentsor­- gung, sondern als gute Tat betrachten, würden damit in die Irre geführt.

In der Kommunalen Abfallwirtschaft im Landratsamt geht man davon aus, dass im Landkreis jedes Jahr rund 700 Tonnen Altkleider anfallen, die je nach Marktlage zwischen 200000 und 315000 Euro einbringen. Der Kostenaufwand für Sammlung, Transport, Lagerung und Vermarktung wird auf 32000 Euro im Jahr geschätzt. Die zusätzlichen Einnahmen aus der Altkleidersammlung sollen dem Gebührenhaushalt zugute kommen.

Der vom Kreisausschuss in der vergangenen Woche gefasste Beschluss bietet dem Landratsamt Landsberg nun die Handhabe, gewerbliche Sammlun­- gen nicht mehr zu genehmigen, sagte Eichner.

Ulrike Osman

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