Lachmöwe war infiziert

Vogelgrippe: Schutzgürtel um den Ammersee

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Die Vogelgrippe ist jetzt auch am Ammersee angekommen.

Landkreis – Das Federvieh in der Region wird vom H5H8-Virus bedroht. Nach dem Fund einer infizierten toten Lachmöwe vor Breitbrunn am Freitag ist die seit Montag bestehende Schutzzone nun ausgeweitet worden. Das Veterinäramt Landsberg hat vorsorglich eine Beobachtungszone rund um den Ammersee eingerichtet. Aus Gründen der Seuchen

Aus Gründen der Seuchenprophylaxe ist „in enger Abstimmung“ mit den Landkreisen Starnberg, Fürstenfeldbruck und Weilheim-Schongau eine drei Kilometer breite Schutzzone um den gesamten Ammersee gelegt worden (siehe Grafik). Betroffen davon sind im Landkreis Landsberg die Gemeinden Eching, Greifenberg, Schondorf, der Windacher Ortsteil Hechenwang, Utting, sowie Dießen. „In dieser Zone gilt die Stallpflicht für alle Geflügelhalter ab Donnerstag, 17. November“, so Landratsamtssprecher Wolfgang Müller.

Die Kreisbehörde hat dazu eine entsprechende Allgemeinverfügung veröffentlicht, die auf www.landkreis-landsberg.de abrufbar ist. Die in der Schutzzone liegenden 54 Geflügelhalter mir rund 900 Tieren werden direkt vom Veterinäramt informiert. Ob es zu einer Ausdehnung der Stallpflicht kommt, könne laut Müller im Moment nicht vorhergesagt werden, da die Seuchenlage anhand der Fallzahlen immer wieder neu bewertet werden müsse. „Das Veterinäramt empfiehlt die Stallhaltung daher vorsorglich für den gesamten Landkreis Landsberg.“

Verhaltensregeln

Das Veterinäramt gibt nach dem aktuellen Vogelgrippe-Fall folgende Tipps und Verhaltensregeln:

• Fassen Sie tote Wasservögel (z.B. Wildenten, Wildgänse oder Schwäne) nicht an, sondern informieren Sie das Landratsamt über den Fund unter der Telefonnummer 08191/129-1374. Die Vögel werden dann von Mitarbeitern des Veterinäramtes oder der Feuerwehr fachmännisch geborgen und zur Analyse an ein Labor versandt. Wenn Sie einen toten Singvogel im Garten oder anderswo finden, brauchen Sie die Behörde nicht zu informieren, da eine Erkrankung mit Geflügelpest bei diesen Tieren nicht zu erwarten ist.

• Wenn Sie (Hobby-)Geflügelhalter sind, Ihre Tierhaltung jedoch bislang noch nicht beim Veterinäramt gemeldet haben, holen Sie dies umgehend unter Angabe von Name, Adresse und Anzahl der gehaltenen Tiere nach; Tel. 08191/129-1374.

• Leinen Sie Ihren Hund an, wenn Sie mit ihm im Uferbereich spazieren gehen. Jagende Hunde können Wildvögel aufschrecken und damit zu einer Virusverbreitung führen. Wer als Katzenhalter nah am Uferbereich wohnt, sollte die Tiere nicht frei laufen lassen. Eine Übertragung auf Hunde und Katzen ist eher unwahrscheinlich, aber nicht ganz ausgeschlossen.

• Der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und sonstigen Geflügelprodukten ist unbedenklich. Selbst bei einer Infektion von Hausgeflügelbeständen ist für den Verbraucher keine Gefahr zu erwarten, weil das Virus bereits bei 70° Celsius – und damit bei der üblichen küchenmäßigen Zubereitung – sicher abgetötet wird.

Die aktuelle Schutzzone um den Ammersee.

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