Geteiltes Auto, bessere Luft

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Das Landratsamt nutzt ab sofort eines der beiden am Bahnhof stationierten Landsberger Carsharing-Stadtautos. Zum Auftakt trafen sich (von links) Roland Lang und Jochen Müller (beide LENA) mit der Klimaschutzmanagerin des Landkreises, Jasmin Dameris, und Carsharing-Initiator Jan Bentele.

Landsberg – Umweltbewusst sind die Mitarbeiter des Landratsamtes in Zukunft unterwegs: Ihnen steht nun ein Carsharing-Fahrzeug am Landsberger Bürgerbahnhof für Dienstfahrten zur Verfügung. Auch die Stadt möchte sich beteiligen, sieht aber ein „rechtliches Problem“.

In Zukunft wird eines der zwei von „Stattauto“ in Landsberg bereitgestellten Fahrzeuge auch vom Landratsamt als Erweiterung des Fuhrparks genutzt. Das neue Auto steht nun am Bürgerbahnhof. Landrat Thomas Eichinger hat dazu kürzlich den Vertrag unterzeichnet, so dass die Mitarbeiter der Kreisbehörde nun die Möglichkeit haben, ein weiteres Fahrzeug für Dienstfahrten zu nutzen. 

Carsharing ist als eigene Maßnahme ausdrücklich auch im Klimaschutzkonzept des Landkreises aufgeführt. Seit gut zwei Jahren gibt es das Angebot in der Lechstadt. Nahe der Altstadt – am Bahnhof und an der EWL an der Sandauer Brücke – standen bereits zwei „Stattautos“ zur Verfügung. „Zwei neue Autos sollen nun vor den Bahnhof kommen“, so Klimaschutzmanagerin Jasmin Dameris. Diese sollen als Fuhrpark von den Mitarbeitern im Landratsamt genutzt werden. 

Auch die Stadt Landsberg möchte die Carsharing-Fahrzeuge nutzen. Jedoch bestehe da ein „rechtliches Problem“, so Stadtsprecher Andreas Létang: Eine juristische Person – also die Stadt an sich – kann sich kein Auto ausleihen. Die Stadt müsste dafür einen sogenannten Hauptteilnehmervertrag unterzeichnen, der ein- zelne Mitarbeiter einen Unterteilnehmervertrag. Die Gebühren übernimmt die Stadt. Derzeit befinde man sich aber noch in der „Abwarte-Phase“, sagt Létang. Die Rückmeldung der Mitarbeiter sei derzeit noch „relativ verhalten“. Nach Ostern soll die Entscheidung nun aber endgültig fallen. 

Neben Mitarbeitern der Kreisbehörde und der Stadtverwaltung stehen die Carsharing- Fahrzeuge aber auch allen interessierten Bürgern offen. Jedes Carsharing-Fahrzeug ersetzt im Schnitt etwa vier bis acht private Pkw. Die Autos sind in der Regel weniger als drei Jahre alt und sehr verbrauchsarm, wodurch die Umwelt geschont wird. Zu einer monatlichen Gebühr von sieben Euro kommt noch eine zeit- und kilometerbasierte Nutzungsgebühr hin- zu. Die Wartung, Reparatur und Reinigung der Fahrzeuge übernimmt das Münchner Carsharing-Unternehmen.

Astrid Erhard

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