Büste und Straßenname zu Ehren von Fritz Beck

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Die Landsberger Studentenschaft, vertreten durch Franz Xaver Rößle (rechts, mit OB Mathias Neuner), möchte die Erinnerung an ihren Gründer Fritz Beck wachhalten.

Landsberg – Vor 80 Jahren, in der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli, wurde der Landsberger Fritz Beck von der SS ermordet. Die Erinnerung an ihn soll jedoch wachgehalten werden: durch eine Bronzebüste im Eingangsbereich der VHS und die zur Mittelschule führende Straße, die vormals seinen Namen trug. Am Todestag legten Honorationen aus der Lechstadt einen Kranz am Grabe Fritz Becks nieder.

Am selben Tag wurde auch in München im Gebäude des Studentenwerkes, als dessen Initiator Fritz Beck gilt, ein Nachguss der Büste, die der Künstler Egon Stöckle im Auftrag der Landsberger Studentenschaft gefertigt hatte enthüllt. Das Original wacht nun über die Volkshochschule, die ebenfalls auf seine Ideen, seine Ideale zurückgeht. Bereits eine Woche zuvor hatte der Stadtrat einstimmig dem Antrag der Landsberger Studentenschaft stattgegeben, das Teilstück der Johann-Ferstl-Straße, das zum Gebäude der Mittelschule führt, in „Fritz-Beck-Straße“ umzubenennen, so dass die einstige Fritz-Beck-Schule nun die Adresse „Fritz-Beck-Straße 1“ erhält. Oberbürgermeister Mathias Neuner hatte das druckfrische Straßenschild gleich mit in die VHS gebracht.

Studentischer Aktivist

Fritz Beck, studentischer Aktivist und Pazifist, wurde 1889 in Landsberg geboren. Neben dem Studium an der Ludwig-Maximilian-Universität engagierte er sich schon früh ehren- amtlich in der Arbeiterfortbildung, bereits 1910 gründete er mit einigen Kommilitonen die Landsberger Studentenschaft als eine Art Unterstützung für die Semesterferien, für Freizeit und Bildung. Wichtig war ihm dabei die akademische Kameradschaft, unabhängig von Konfession und politischer Anschauung. Später diente die Landsberger Studentenschaft als Modell für die Gründung des Deutschen Studentenwerks 1921 in München, als dessen Initiator Fritz Beck gilt.

1934 wurde der prominente Katholik und erklärte Gegner der NS-Rassenpolitik von der SS wegen angeblicher Beteiligung am „Röhm-Putsch“ verhaftet – ein haltloser Vorwand der Nazis, um sich eines unbequemen Gegners zu entledigen. Beck wurde in der Nacht zum 1. Juli 1934 in einem Wald nahe dem KZ Dachau erschossen.

Patricia Eckstein

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