Ein Zamperl sollte reichen

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Wenn diese drei wüssten – mit einer deutlichen Erhöhung der Steuer für den Zweit- und jeden weiteren Hund möchte die Stadt die Zahl der Vierbeiner begrenzen.

Landsberg – Dass Gebühren- und Steuererhöhungen beim Bürger nicht gut ankommen, liegt in der Natur der Dinge. Eine „Anpassung“ folgt der anderen, den städtischen Haushalt gilt es zu verbessern. Nicht nur das: Mit Steuerhöhungen lässt sich auch mal eine Population in Grenzen halten – etwa die der Hunde.

Eben dies lässt Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) eine aufgebrachte Hundebesitzerin wissen. Zwei treue Vierbeiner nennt sie ihr Eigen, der eine schon reichlich betagt, der andere strotzt nur so vor Kraft. 180 Euro Hundesteuer musste sie im vergangenen Jahr berappen, „nicht gerade wenig, aber noch zu verkraften“, 80 für den Ersthund, 100 für den zweiten. Dann die Ratsabstimmung am 12.12.2012: Wie in unzähligen Standesämtern auch, war im Sitzungssaal ein deutliches „Ja“ zu vernehmen, „hoch mit der Hundesteuer, 90 Euro für das erste Zamperl, 150 für jedes weitere.“

Besagte Dame ist außer sich, wendet sich schriftlich an den OB und ist damit gewiss nicht alleine. Neuner klärt auf, ebenfalls schriftlich, dass die Hundesteuer nach dem Kommunalab- gabengesetz eine „öffentliche Verbrauchs- und Aufwandsteuer“ sei und von jeder Stadt und Gemeinde individuell erhoben werden könne. Derlei Steuerarten seien „nicht zweckge­- bunden“ und dienten der „finan­ziellen Aufbesserung“ des Haushaltes.

Warum aber die Steuer für den Zweit- und jeden weiteren Hund gleich um 50 Prozent anheben? Damit verfolge man auch den „ordnungspolitischen Zweck, die Zahl der Hunde im Gemeindegebiet zu begrenzen“, antwortet das Landsberger Stadtoberhaupt

Toni Schwaiger

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