UBV Landsberg: "Wir sind geschlossen!"

Besonders um die Außenwirkung ist es dem Vorsitzenden der UBV Landsberg Wolfgang Neumeier bei deren Jahreshauptversammlung gegangen. Die Austritte wichtiger Mitglieder – drei vertraten die UBV im Stadtrat – hatten Anfang Januar hohe Wellen geschlagen. Ist alles nur noch Fassade bei den Unabhängigen, brechen sie auseinander? wurde diskutiert. Neumeier stellte die Vertrauensfrage und die Mehrheit (28 von 30) der anwesenden UBV-Mitglieder sicher­- ten ihm und der 2. Vorsitzenden Jutta Rohmer diese zu.

Bevor das positive Signal gegeben wurde, zeigte der 1. Vorsitzende das UBV-Jahr 2009 auf und bezeichnete es „sehr erfolgreich“. Um gute Stimmung bemüht, untermauerte er dies vor allem mit dem Engagement der Unabhängigen Bürgervereinigung gegen die geplante Lechbrücke. Das kritische Thema – den Weggang der Stadträte Martin Zeiser, Axel Flörke und Jonas Pioch – ging Neumeier offen an und fassste deren öffentlich genannte Gründe zusammen: Fraktionszwang, Umgangston von UBV-Stadtrat Dr. Reinhard Steuer und mangelnden Informationsfluss. Neumeier widersprach dem energisch. Austritte (8) und Eintritte (7) gegen­über gestellt, sollte zudem beweisen, dass die Situation in der rund 50-köpfigen Gruppierung weniger dramatisch sei als sie wirke. Den Schwund verstehe er nicht, hatte sich UBV-Mitglied Hans-Jürgen Schulmeister kritisch geäußert. „Wenn es keine Probleme gibt – warum musst du dann die Vertrauensfrage stellen?“, fragte er den 1. Vorsitzenden, der erwiderte: „Ich will ein ganz klares Signal nach außen: Wir sind geschlossen!“ Schulmeister und seine Frau Rosemarie, schon viele Jahre bei der UBV, erklärten noch am selben Abend gegenüber Neumeier ihren Austritt aus der UBV. Dass die UBV jetzt nach vorne blicken soll, betonten andere: „Uns gehört die Zukunft, denn wir haben aktive Leute!“ (Dr. Steuer) oder Stadträtin Martha Borgmann, die frei nach Bun­des­kanzlerin Angela Merkel erklärte: „Aus dieser Krise werden wir gestärkt hervorgehen.“ Lob äußerten sie für Neumeiers politische Arbeit und die dabei gezeigte Sachkompetenz. Für das ihm und Jutta Rohmer ausgesprochene Vertrauen bedankte sich Neumeier bei den 28 Anwesenden, die mit Ja stimmten: „Mehr kann man nicht erwarten. Das ist Motivation!“ Doch sagte Wolfgang Neumeier auch: „Wir wollen uns verbessern.“ So seien die Argumente der Abwanderer wohl doch nicht ganz ohne Nachhall geblieben. Die Vorstandschaft möchte die UBV-Stadträte noch mehr einbinden. Auch die UBV-Jugend solle „wieder angestoßen werden“.

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