Rund ums Auto:

Markenvielfalt und kurze Wege

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Publikumsmagnet auf der Waitzinger Wiese: Zum 17. Mal fand am Wochenende der Landsberger Autosalon statt. Zuschauer, Veranstalter und Aussteller zogen eine positive Bilanz.

Landsberg – Er ist und bleibt ein Publikumsmagnet: Auch in seinem 17. Jahr zog der Landsberger Autosalon Tausende Besucher an. Entsprechend positiv fiel das Fazit der Veranstalter aus. „Am Samstag war es super“, sagt Organisator Helmut Seibold. Und auch der Sonntag sei trotz des schlechten Wetters überraschend gut gelaufen. Die Händler an den Ausstellungsständen berichteten denn auch von guten Geschäften.

„Randvoll mit Terminen für Probefahrten“ ist der Kalender von Seibolds Toyota-Vertretung. Und Daniel Uebe, Geschäftsführer beim Ford-Händler Haeberlen, hat noch an Ort und Stelle zehn Autos verkauft und rechnet mit weiteren Abschlüssen in den nächsten Tagen – als direkte Folge des Autosalons. „Eine tolle Veranstaltung“, lobte auch Alexander Kloiber, seit einem guten halben Jahr Geschäftsleiter der Landsberger Vertretung von BMW Reisacher. Das Haus war heuer das erste Mal seit acht Jahren auf der Waitzinger Wiese vertreten. „Wir wollten uns wieder einmal präsentieren und haben ein tolles Feedback bekommen“, so Kloiber.

Publikumsmagnet in der 17. Runde

Autosalon-Premiere feierte Fiat-Händler Merk aus Kleinkitzighofen – denn auswärtige Aussteller sind nur zugelassen, wenn kein Landsberger Betrieb die Marke bei der Veranstaltung vertritt. Völliges Neuland ist der Landkreis für Alois Merk und sein Team aber nicht. „Wir haben viele Kunden in der Region.“ Von auswärts waren auch Hermann und Elmar Jäckle mit ihren Volvo-Modellen angereist. „Der Autosalon in Landsberg ist eine Hausnummer – da muss man einfach hin“, sind Vater und Sohn überzeugt. Im kommenden Jahr wollen sie auch ihre Mercedes-Fahrzeuge präsentieren.

Die Markenvielfalt, die kompetenten Ansprechpartner an den Ständen und die kurzen Wege sind es, die die Kfz-Schau für potentielle Kunden so attraktiv machen. „Um das gleiche Angebot zu sehen, müsste man ansonsten acht Tage lang Auto­häuser abfahren“, meint Helmut Seibold, der gemeinsam mit Wolfgang Stütz wie gewohnt die gesamte Organisation gestemmt hat.

Und auch wenn die Abläufe längst reibungslos funktionieren, gibt es immer wieder neue Herausforderungen, wie Stütz betont. Heuer war das zum Beispiel die Suche nach Ersatz für zwei Aussteller, die kurzfristig ausfielen. Denn leer bleiben sollte kein Bereich der Waitzinger Wiese, sonst stimmt die Kasse nicht mehr. „Wir kalkulieren so, dass es plus minus null aufgeht“, erklärt Stütz.

Für die Berater der GibGas Consult, Kooperationspartner von Energieversorger Erdgas Schwaben, sind Veranstaltungen wie der Autosalon eine der wenigen Möglichkeiten, direkt mit Autokäufern in Kontakt zu kommen. „So eine Messe ist für uns extrem wichtig“, sagt Thomas Wöber. Denn Erdgasfahrzeuge sind nach wie vor „ein erklärungsbedürftiges Produkt“, zumal im Moment, da angesichts der vergleichsweise niedrigen Benzinpreise der „Leidensdruck der Autofahrer geringer ist“. Überzeugungsarbeit leisteten Wöber und sein Kollege mit Hilfe einer Darstellung sämtlicher serienmäßigen Erdgasmodelle, die derzeit auf dem Markt sind. Und mit einer Landkarte des ständig dichter werdenden Erdgas-Tankstellennetzes. „Der Anschaffungspreis eines Erdgasfahrzeugs liegt auf dem Niveau eines Diesels“, so Wöber. Das rechne sich bereits ab einer Fahrleistung von 10.000 Kilometern im Jahr.

Als Höhepunkt der Veranstaltung verlosten der KREISBOTE und der Landsberger Autosalon auch heuer wieder gemeinsam ein Fahrzeug im Wert von 12.000 Euro. Sein Wunschauto durfte sich der glückliche Gewinner selber aussuchen – zur Auswahl standen zwölf Modelle: Skoda Citigo, Nissan Micra, Renault Twingo, Citroen C1 Cabrio, VW up!, Ford Fiesta, Peugeot 208, Toyota Aygo-X-Cite, Fiat 500, Opel Adam, Mazda 2 sowie ein Kleintraktor Sailer TYM.

Das ganze Wochenende über füllten die Besucher fleißig Teilnahmekarten aus. Der Andrang war dieses Mal so groß, dass die Scheine trotz kurzfristigen Nachdrucks am zweiten Tag knapp wurden. Am Sonntag Nachmittag wurde es schließlich spannend. Aus allen Ecken der Waitzinger Wiese brachten die Aussteller die Losboxen an den KREISBOTEN-Stand, wo sie in einen bereitstehenden Hänger ausgeleert wurden. Unter den Augen zahlreicher Besucher wühlte Glücksfee Fabian Sailer, 10, die rund 5.000 gelben Teilnahmescheine erst einmal kräftig durch – und zog dann eine ungültige, weil nicht vollständig ausgefüllte Karte. Auf den zweiten Anlauf klappte es aber: Günther Kieming aus Kaufering ist der Glückliche, der sich über einen nagelneuen Peugeot 208 freuen darf.

Ulrike Osman

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