Nicht auf dem Hauptplatz:

"Shared Space" sagt leise servus!

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„Wenn wir auf dem Hauptplatz alles so belassen wie es ist, dann funktioniert es nicht“, sagt Ordnungsamtschef Ernst Müller – das Foto zur Christkindlmarktzeit unterstreicht es.

Landsberg – In ganz Bayern gibt es kein „Shared Space“ an einer Staatsstraße und wohl auch nicht in Landsberg. Gut eine Woche nach Freigabe des ersten Umbauabschnittes zeichnet sich ab, dass das gleich­be­rechtigte Nebeneinander aller Verkehrsteilnehmer nicht zu realisieren ist. 

Tagtäglich flattert eine Reihe schriftlicher Beschwerden in der Ordnungsbehörde ein, das Telefon steht nicht still. Wer auf dem Hauptplatz zu Fuß unterwegs ist, sieht sich ständiger Gefährdung durch Autos ausgesetzt – besonders Kinder und ältere Menschen. Da kommt es durchaus vor, dass Rücksichtslose ihre Karosse rechts, also auf dem Fußgängerbereich, an einem auf der Fahrbahn haltenden Bus oder Auto vorbeisteu­ern. Und in Stoßzeiten ist das Überqueren der Fahrbahn ein schwieriges Unterfangen. „Wir müssen dem Fußgänger zu seinem Recht verhelfen“, sagt Ordnungsamtschef Ernst Müller. Was eigentlich nicht mehr sein sollte, wird nun schnellstmöglich realisiert: zwei Zebrastreifen, einer an der Musik­schule, der andere kurz vor der Salzgasse.

Damit nicht genug. Um dem wilden Parken auf den Fußgängerbereichen Einhalt zu gebieten, denkt man in der Verwal­- ­tung inzwischen darüber nach, die Fahrbahn zusätzlich mit einer durchgezogenen Linie zu markieren.

In Sachen Taxistand scheint sich ebenfalls eine Lösung abzuzeichnen. Vor dem Kaufhaus Brand&Nill soll es dem Vernehmen nach zwei oder drei Plätze geben – dauerhaft. Am Donnerstag treffen sich Verwaltung und Vertreter der Taxivereinigung zur Ortsbesichtigung. Toni Schwaiger

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