Starkes Bürgerengagement:

Schaufeln für den neuen Lechstrand

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Der Lechstrand kann nach der Aufkiesung wieder mit Leben gefüllt werden und das freut Projektleiter Erich Schmid und Schriftführerin Doris Baumgartl vom „Förderverein Lechufer und Strand beim Inselbad“.

Landsberg – Mit einem eigenen Handtuch hat sich der „Förderverein Lechufer und Strand beim Inselbad“ bereits einen Platz am frisch aufgekiesten Lechstrand reserviert. „Mehr Kies für den Lechstrand“ steht darauf – das fordert der Verein um seinen Vorsitzenden Peter Pechthold.

Immerhin 17 Kieslaster mit 380 Tonnen Steinchen waren am Montagmorgen angerückt – nun ist der Lechstrand wieder schön und der Förderverein hat ein „Etappenziel erreicht“.

Nicht lange musste der Verein das nötige Kleingeld für den Kies eintreiben, berichtet Peter Pechthold. Denn Franz Ditsch, Inhaber der gleichnamigen Firma aus Prittriching, hatte den gesamten Kies gespendet. „Dann mussten wir den Masterplan schnell durchziehen“, berichtet der Vorsitzende bei der Strandpräsentation. Und lobt: „Erich Schmid ist sofort in die Vollen gegangen und hat mit seinen Helfern die Schaufel geschwungen.“

Am Montag vor einer Woche haben die Helfer und Mitglieder mit Projektleiter Schmid Hand angelegt, um den Strand von Schilf und Unrat zu befreien, das Gras zu mähen und die Sträucher und Büsche zu schneiden. Schließlich rollten die Laster und ein Radlader an, und die Helfer passten den Kies mit Rechen und Schaufeln an das Lechniveau an. „Es durfte allerdings wegen der Fischlaiche kein Kies in den Lech gelangen“, erklärt Schmid. „Darauf hat uns der Landsberger Fischereiverein hingewiesen.“

„Wir haben jetzt den Zustand, den wir wollten, aber das ist noch nicht das Ende“, kündigt Schmid an. Geöffnet ist der Lechstrand für Inselbadbesucher jetzt wieder. Derzeit gibt es viele Ideen, wie der Lechstrand besser zugänglich gemacht werden kann – etwa durch einen öffentlichen Fußweg, wie ihn die Landsberger Mitte (der KREISBOTE berichtete) kürzlich vorgeschlagen hatte. „Das ist gegen unsere Interessen“, sagt Pechthold, „wir fordern ausdrücklich die Einheit von Inselbad und Strand.“

Ganz geklärt scheint die rechtliche Situation für Stadt beziehungsweise Stadtwerke noch nicht zu sein. „Wir berufen uns noch immer auf das Gutachten von Franz Xaver Rößle“, positioniert sich Pechthold. Darin stehe, dass keine Aufsicht nötig sei. Momentan hat aber immer ein Angestellter der Stadtwerke ein Auge auf den Lechstrand – insbesondere die Fischtreppe. Eleonore Krämer gehört zu diesen Aufpassern, bei schönem Wetter sitzt sie an der Tür von Freibad zu Strand: „Ich weise die Badegäste auf ihre Eigenverantwortung hin.“ Dazu gehört, dass sie das Alter der Kinder erfragt – ab zwölf Jahren darf der Strand alleine betreten werden, jüngere Kinder dürfen nur in Begleitung der Eltern kommen. Außerdem passt Krämer auf, dass am Strand kein Unwesen getrieben wird und die Leute ihren Müll wieder mitnehmen. „Und ich schaue, dass keiner in der Fischtreppe badet.“

Viele Rückmeldungen

Das Interesse am Lechstrand ist groß, in den letzten Tagen fanden sich dort bereits viele Badegäste. „Für den Verein haben wir bereits über 60 Voranmeldungen“, sagt der 2. Vorsitzende Dr. Hans Ullrich Haase. Nahezu 200 „Likes“ habe die Facebook-Seite „Lechstrand“ des Fördervereins. Woher das große Interesse kommt? „Der Lechstrand hat Tradition in Landsberg, er ist fast schon ein Wahrzeichen der Stadt“, meint Pechthold. „Früher lag die Jugend ständig hier, nach der Schule war hier das Leben.“

Mit der Aufkiesung sei nun das erste Etappenziel erreicht – aber man brauche für die nächsten Ziele noch weitere Unterstützer. Daher findet am Donnerstag, 18. Juli, um 20 Uhr im Sportzentrum eine offene Mitgliederversammlung statt, zu der Pechthold alle Interessenten einlädt, die sich für den Lechstrand und auch für den Erhalt des Inselbades engagieren wollen.

Janina Bauch

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