Das "A und O"

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1,1 Millionen hat der neue Laser im Hintergrund gekostet. Von der Leistungsfähigkeit des Familienbetriebes konnte sich die Mitglieder Landsberger Metall-Innung überzeugen (v.l.): Innungsvorsitzender Walter Mayr, Firmengründerin Anni Stelzner, Geschäftsführer Reinhard Jordan mit seiner Ehefrau Inge sowie Kreishandwerksmeister Michael Riedle.

Pürgen – Die traditionelle Herbstversammlung der Landsberger Metall-Innung verlief dieses Jahr anders als sonst üblich. Die Mitglieder trafen sich jüngst zu einer Betriebsbesichtigung bei der Firma Stelzner Geräte- und Maschinenbau GmbH in Pürgen-Ummendorf. Innungsobermeister Walter Mayr hatte von Geschäftsführer Reinhard Jordan eine Einladung erhalten. Die Firma ist größter Arbeitgeber in Pürgen und ein bedeutender Zulieferer für den Maschinen- bau im gesamten süddeutschen Raum. Auf 8000 Quadratmetern werden nach Vorgaben von Kunden komplette Verkleidungen für unterschiedliche Werkzeugma- schinen gefertigt.

„Ich bin eigentlich nur ein einfacher Eisenhändler“, meinte Reinhard Jordan bescheiden in Mitte vieler Meister. Dass er erfolgreich ist, musste er nicht groß erklären, denn die Zahlen, die er verkünden konnte, sprachen für sich. Das Unternehmen mit 80 Beschäftigen erwirtschaftet rund 7 Millionen Euro Umsatz. „Wir empfinden uns weiter als Handwerksbetrieb“, resümierte Reinhard Jordan. Ein Gang durch Hallen zeigte aber, dass nicht nur handwerklich gearbeitet wird. Modernste Maschinen sorgen für millimetergenaue Verkleidungen von Werkzeugmaschinen. 

Besonders stolz ist Reinhard Jordan auf seinen neuen Laser, den er 2014 angeschafft hat. „1,1 Millionen haben wir investiert“, betonte er. Neu ist auch eine Presse für 600000 Euro. Investiert wurde auch in energiesparende Maßnahmen. So wurde eine 350 Meter lange Hallenfront mit neuen Fenstern ausgestattet. Die Stelzner Geräte- und Maschinenbau GmbH ist ein klassischer Familienbetrieb, der vor 51 Jahren von Werner Stelzner und seiner Frau Anni in Lengenfeld gegründet wurde. Anni Stelzner arbeitet trotz ihrer 80 Jahre auch heute noch täglich einige Stunden im Betrieb mit. Das Unternehmen wuchs und später zog man nach Pürgen-Ummendorf. 2007 übernahm Reinhard den Betrieb von seiner Schwiegermutter Anni. Zusammen mit seiner Frau Inge und zwei seiner Söhne, die ebenfalls im Betrieb mitarbeiten, führt er den Familienbetrieb weiter. 

Stolz ist er auch auf seinen Sohn Arnold Jordan, der gerade seine Meisterprüfung abgelegt hat und inzwischen zum Führungskreis des Unternehmens gehört. „Alles was wir verdienen, wird in die Firma investiert“, gab Reinhard Jordan seinen Besuchern mit auf den Weg. „Müsste ich heute die Firma an gleicher Stelle neu aufbauen, die Grundstücke kaufen und in Hallen und Maschinen investieren, müsste ich 15 Millionen Euro auf den Tisch legen“, meinte Reinhard Jordan gegenüber unserer Zeitung. 

Schwieriger Markt 

Der Geschäftsführer sagte aber auch, dass die Zeiten nicht immer leicht gewesen seien. „Es ist ein schwieriger Markt“, betonte Jordan. Einbrüche im Maschinenbau schlugen in der Vergangenheit auch immer voll auf sein Unternehmen durch. 2008 habe man einen Umsatzrückgang von 60 Prozent verkraften müssen. Mit seinen Kunden verbinde ihn größtenteils eine faire Partnerschaft, sagte Peter Jordan. Aber das „A und O“ ist natürlich immer die Mannschaft. Mitarbeiter aus 11 Nationen arbeiten im Betrieb. 

Sieben Auszubildende haben bei Reinhard Jordan einen Lehrvertrag. Eine aus Metall gefertigte Rose konnte Innungsmeister Walter Mayr an Reinhard Jordan überreichen. Gekommen waren auch Kreishandwerksmeister Michael Riedle und seine Geschäftsstellenleiterin Christiane Huber-Haschek, Rudolf Aigster, Josef Prestele, Alfred Klotz, Harry Pfister, Simon Spensberger, Werner Weidacher, Paul Fabian, Gottfried Glier, Siegfried Lang, Ferdinand Schmitz, Hans Paulus und Tobias Blätz.

Siegfried Spörer

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