Parkgebühren: OB Neuner kündigt "Korrekturen" an

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Lieber spät als überhaupt nicht…

Landsberg – Die Proteste von mehreren Seiten zeigen Wirkung – zumindest ein wenig: An den neuen Parkgebühren wolle man „Korrekturen an einigen Stellen vornehmen, bei denen wir etwas weit gegangen sind“, sagt OB Mathias Neuner (CSU). Morgen Abend soll das im Stadtrat (ab 18 Uhr) geschehen.

„Beispielsweise bin ich von Lehrern angesprochen worden, die für einen Tag in den Tiefgaragen mit Nachtgebühr insgesamt elf Euro bezahlen. Das ist tatsächlich zu viel“, so die Erkenntnis des Stadtoberhauptes. Auch bei der Taktung und den Kernzeiten soll es Änderungen geben.

Ob das Parken nach den geplanten Modifikationen für die Autofahrer tatsächlich günstiger wird, hängt stark vom Einzelfall ab – mancher könnte sogar noch mehr bezahlen. „Eine tatsächliche Gebührensenkung wollen wir auch nicht“, stellt Neuner klar. „Das Parken ist unser am stärksten defizitärer Bereich, wir müssen da etwas tun.“

Neuner sieht seinen Vorschlag als „fraktionsübergreifend“, er wurde am Montag in einer gemeinsamen Fraktionssitzung bereits vorbesprochen – ohne Neuner, aber mit Kämmerer Peter Jung und Stadtwerkevorstand Norbert Köhler. Wie weit sich das mit der Forderung der UBV nach einem „Gesamtkonzept“ unter einen Hut bringen lässt, dürfte sich am Mittwochabend im Stadtrat zeigen. Die endgültige Entscheidung trifft der Verwaltungsrat der Stadtwerke.

Die Kernpunkte des OB-Vorschlages für die Tiefgaragen:

• Die maximale Tagesgebühr wird auf 7 Euro festgelegt (bisher 9 Euro).

• Die Taktung ab der zweiten Stunde wird von 2 €/60 Minuten auf 1 €/30 Min. geändert.

• Die „Kernzeit“ (voller Tarif, nicht die Nachtgebühr), wird wieder auf 7 bis 18 Uhr oder 7 bis 19 Uhr ausgeweitet (bisher ab 9 Uhr).

• Die Gebühren für Dauerparker, Nachtparkplätze und Quartiersparker bleiben unverän­dert, also wie im Februar beschlossen.

• Auch beim oberirdischen Parken soll es keine Änderungen geben.

Christoph Kruse

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