Neuer Wies’n-Wirt

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Auch im kommenden Jahr werden OB Mathias Neuner und seine Gattin auf die Landsberger Wies’n anstoßen. Festzeltbetreiber Georg Lanzl ist jetzt raus aus dem Rennen – den Zuschlag erhielt Roland Rachinger.

Landsberg – Der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Stadtrats hat sich in der vergangenen Woche nach einer detaillierten Ausschreibung für einen neuen Betreiber des Festzelts auf der Landsberger Wies’n 2016 entschieden. Den Zuschlag erhielt Roland Rachinger, Eigentümer der Zelte Rachinger GmbH in Pappenheim. Damit endet zumindest vorerst die Ära der Lanzl Gastronomie aus Ingolstadt.

Sechs Unternehmen bewarben sich um die Konzession. Drei davon lieferten sich bei der Erfüllung der städtischen Kriterien ein derart enges Kopf-an-Kopf-Rennen, dass die Stadt einem Losentscheid nur knapp entgangen ist. Von 450 möglichen Punkten erreichten Rachinger 376 und die resultat- gleich auf Platz 2 rangierenden beiden Mitbewerber immerhin noch 371 Punkte. 

Dieses Fotofinish war wohl auch der Grund, warum mehrere Stadträte zunächst um Erläuterungen zu dem Anforde- rungskatalog baten, bei dem es unter anderem um den Bierpreis pro Hektoliter, die Beschaffung der Speisen, die Öffnungszeiten, das Musikprogramm und die Rahmenveranstaltungen ging. Daher vertagte der Ausschuss die Beratung vom öffentlichen in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Das Ergebnis gab Stadtpressesprecher Andreas Létang dann erst am nächsten Tag bekannt. Wie zu hören war, hatte sich die Verwaltung in anderen Städten danach erkundigt, wie zufrieden sie mit den Festzelten Rachingers waren – von dort seien positive Signale gekommen. 

Für die Stadt Landsberg ist der Wechsel auch in finanzieller Hinsicht vorteilhaft. Bislang bekam sie vom Festzeltbetreiber eine pauschale Standgebühr in Höhe von 1000 Euro. Nun hat sich die Stadt eine prozentuale Beteiligung am Bierumsatz ausbedungen. Ausgehend davon, dass 2014 etwa 340 Hektoliter ausgeschenkt wurden, rechnet die Stadt mit Einnahmen zwischen 7000 und 8000 Euro. 

Mit Bierprobe 

Unabhängig von den mit Punkten bewerteten Kriterien mussten sich die Bewerber zur Übernahme bestimmter Kosten verpflichten. Dazu gehören die Aufwendungen für die „Bierprobe“, die einige Tage vor Volksfestbeginn stattfindet. Auch die Bewirtungskosten der am Festumzug teilnehmenden Vereinsmitglieder muss der Wies’n-Wirt anteilig tragen. Den Bezug der Speisen und Getränke aus der Region, insbesondere von Gewerbetreiben- den aus der Stadt Landsberg, hat die Stadt als „wünschenswert“ in die Ausschreibung aufgenommen. Dies gilt allerdings nicht fürs Bier: Aufgrund eines Vertrages hat die Paulaner Brauerei AG das alleinige Bierlieferungsrecht. 

„D’ Landsberger Wies’n“ selbst wird vom Augsburger Schausteller Edmund Diebold ausgerichtet. Für das Festzelt stehen 5000 Quadratmeter zur Verfügung; es soll mindestens 2500 Besucher fassen. Außerdem sollen Bänke und Tische für mindestens 400 Personen im Freien aufgestellt werden. Das traditionelle Landsberger Volksfest findet 2016 vom 3. bis 6. und 9. bis 12. Juni 2016 statt.

Werner Lauff

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