"Wo ist der Masterplan?"

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Die guten alten Zeiten mit vielen (Sonnen)Badenden an einem breiten Kiesstrand strebt die "Interessengemeinschaft Inselbad und Lechstrand" an.

Landsberg – „Wir wünschen uns den Lechstrand sauber aufgekiest – nicht mehr und nicht weniger.“ Dafür erntete UBV-Vorsitzender Wolfgang Neumeier gestern auf der Infoveranstaltung der „Interessensgemeinschaft Inselbad” tosenden Applaus.

Die Stadt und die Stadtwerke sind noch nicht überzeugt, den Lechstrand wieder frei zugänglich zu machen. Rechtlich sei die Situation laut Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) und Stadtjuristin Susanne Faust nicht so einfach.

„Wo ist der Masterplan?“, fragte sich Wolfgang Neumeier. Der Lechstrand sei nicht frei zugänglich, das Inselbad sanierungsbedürftig, die Parkgebühren unzumutbar – so die Vorwürfe an die Stadt und Stadtwerke-Chef Norbert Köhler. Dass sich zahlreiche Landsberger den freien Zugang zum Ufer zurück wünschen, zeigte die lebhafte Teilnahme der Zuhörer am Montag. Die UBV regte deshalb an, eine Interessengemeinschaft oder sogar einen Verein zu gründen.

„Wir wollen ein Ansprechpartner für die Stadt sein und uns aktiv für das Inselbad einsetzen“, erklärte der UBV-Vorsitzende. Das Bad solle mit dem Lechstrand erhalten bleiben – ohne die langfristig geplante Lechbrücke. Neumeier berief sich in seinem Vortrag auch auf ein Gutachten des ehemaligen Oberbürgermeisters und Juristen Franz Xaver Rößle, das den Zugang zum Strand sogar ausdrücklich befürwortete.

„Das Risiko ist nicht ganz ohne“, meinte Neuner zu den Vorwürfen. Faust betonte, dass Köhler als Chef der Stadtwerke zur Verantwortung gezogen würde, falls am Strand etwas passiere. „Wenn ich eine Gefahrenstelle eröffne, muss ich sie sichern“, so Faust. Dass sich ein Verein um den Strand kümmere sei laut Neuner somit eine gute Lösung. Die Haftung könne ein Verein zwar nicht übernehmen, erklärte Neumeier, dennoch wolle er sich am 14. Mai mit interessierten Lechstrand-Fans treffen, um die Idee zu festigen.

Janina Bauch

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