Urbanes Leben am Papierbach

Möglichst viel Feedback

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Allein am vergangenen Wochenende hat die Bürgergruppe 543 Besucher in der Ausstellung "Urbanes Leben am Papierbach" gezählt.

Landsberg – Die Vorentwürfe für die geplante Bebauung am Papierbach sind in diesen Tagen im Sitzungssaal des Historischen Rathauses zu besichtigen. Dabei geht es im Moment nicht darum, wie Häuser und Gewerbeeinheiten schlussendlich aussehen sollen, sondern zunächst nur um Vorschläge für die Flächennutzung. Dennoch werden jetzt entscheidende Weichen gestellt; im Rahmen einer Umfrage hatten die Lechstädter Gelegenheit, daran konkret mitzuwirken. Am heutigen Mittwoch werden die Ergebnisse der Fragebogenaktion im Stadtrat vorgestellt.

Vier Planungsbüros haben je zwei Entwürfe für das Projekt „Urbanes Leben am Papierbach“ erarbeitet. „Ganz unterschiedliche Entwürfe“, betonte Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) am Freitag bei der offiziellen Eröffnung der Ausstellung. Allen gemeinsam ist die Forderung nach einer direkten Verbindung zur Altstadt. Ein neuer Lechsteg, der etwa auf Höhe des Inselbades mündet, sei deshalb ein Muss, so Neuner.

"Urbanes Leben am Papierbach" weckt Interesse

Die Entwürfe sehen jeweils Kombinationen von Wohnen und Gewerbe, Nahversorgung und Betreuungseinrichtungen vor. Aufenthaltsqualität und Gemeinschaft spielen für alle Planer eine große Rolle. Prägende Bestandsgebäude sollen meist erhalten werden. Die Von-Kühlmann-Straße soll – je nach Planer – zum verkehrsberuhigten Bereich oder zum Fuß- und Radweg umgestaltet, unterbrochen, nach Osten verschwenkt oder teilweise aufgelöst werden.

Die Ausstellung verdient Lob für ihre übersichtliche Gestaltung. Die Vorentwürfe sind sowohl als Modelle als auch als Grafiken zu sehen, so dass der Betrachter eine bestmögliche Vorstellung davon entwickeln kann, wie der neue Stadtteil auf dem Gelände der ehemaligen Pflugfabrik einmal angelegt sein könnte.

Die Entwürfe böten viel Raum für Diskussion, lobte Investor Stefan Klein (ehret+klein). Und Bernd Schwarz, Sprecher der Bürgergruppe „Urbanes Leben am Papierbach“ betonte, man wolle alle Möglichkeiten bieten, „die Bürger abzuholen“, und möglichst viel Feedback aus der Bevölkerung erhalten.

Zu diesem Zweck konnte am Wochenende jeder Besucher auf einem Fragebogen – mehr als 280 ging ein – seinen Favoriten unter den Entwürfen benennen, besonderes gelungene Aspekte hervorheben sowie eigene Ideen und Erwartungen für die weitere Planung formulieren. Ein Angebot, das offenbar gut angenommen wurde - sowohl die Zahl der Besucher (543) als auch ihre Verweildauer („ein bis zwei Stunden“) in der Ausstellung sei höher gewesen als erwartet, war aus der Bürgergruppe zu hören.

Die Ausstellung ist noch bis zum Sonntag im Sitzungssaal des Historischen Rathauses zu sehen (wochentags 9 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 9 bis 17 Uhr).

Ulrike Osman

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