Keine Blumen für Annegret Michler

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Hatte am Lumpigen Donnerstag ihren vorerst letzten Arbeitstag in Landsberg: Stadtbaumeisterin Annegret Michler.

Landsberg – Es gab weder einen Händedruck noch ein paar nette Worte zum Abschied, ein Erinnerungsgeschenk blieb offensichtlich ebenso aus wie ein Blumengruß – zumindest in öffentlichem Rahmen. Ohnehin war Annegret Michlers letzter Arbeitstag am Lech ein überaus lumpiger: am Lumpigen Donnerstag verließ Landsbergs Stadtbaumeisterin ihr bisheriges Tätigkeitsfeld.

Kann es sein, dass die Stadt eine Mitarbeiterin nach zehn Jahren in einer Schlüsselposition sang- und klanglos ziehen lässt? Offensichtlich ist dem so, Anfang Februar sagte OB Mathias Neuner dem KREISBOTEN, dass „Mitarbeiter bei uns nicht verabschiedet werden, und Frau Michler geht auch lediglich in Elternzeit“. Kurz danach gab’s im Bauausschuss Blumen, Bild und Lob für Michler von den OB-Stellvertretern Doris Baumgartl und Axel Flörke sowie von SPD-Fraktionschef Dieter Völkel. Neuner beteiligte sich nicht an der Verabschiedung und gab an anderer Stelle zu Protokoll, dass man sie an „ihrem tatsächlich letzten Arbeitstag“ verabschieden werde.

Eben das scheint nun doch nicht der Fall gewesen zu sein; lag’s etwa am närrischen Treiben des Lumpigen Donnerstags? Von offizieller Seite ist dazu nichts zu erfahren. Die Frage, ob und wie Annegret Michler verabschiedet wurde, sei eine „Personalangelegenheit, zu denen es gewohntermaßen keine Auskunft gibt“, lässt Stadtpressesprecher Andreas Létang wissen. Und ergänzt: „Wenn Mitarbeiter die Stadt verlassen, verläuft das nicht nach einem bestimmten Muster.“ Aber: OB Neuner sei es ein persönliches Bedürfnis, sich von Mitarbeitern, mit denen er zusammengearbeitet habe, an deren letzten Arbeitstag zu verabschieden.

Aktuell läuft die Stellungausschreibung (bis 28. März) für die Michler-Nachfolge (unbefristet). Sollte Michler eines Tages zurückkehren, würden ihr „besoldungsgemäße Aufgaben zugeteilt“, so Létang.

Toni Schwaiger

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