"I woaß, dass i kannt"

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Die meisten Punkte sammelten im diesjährigen Abitur am Ammersee-Gymnasium in Dießen erstmals drei Burschen (von links): Timo Odinius (1,1), Alexander Brand (1,0) und Joshua Mornhinweg (1,0).

Dießen – Viel Applaus gab es während der Abiturfeier des Ammersee Gymnasiums (ASG) für festliche und humorvolle Reden, für die schwungvolle Musik der ASG Big Band unter der Leitung von Musiklehrer Hans Gruber und natürlich für 73 gutgelaunte Abiturienten.

„Darf man auf seine Schüler stolz sein?“, fragte sich Oberstufenkoordinatorin Christine Greinwald. Man darf! Greinwald beantwortete diese und viele andere Fragen die sie in den vergangenen zwei Jahren bewegt hatten, mit einer liebevoll auf ihre Abiturienten zugeschnittenen Version des Liedes „Mia glangt, dass i woaß, dass i kannt“ von Kabarettistin Martina Schwarzmann. Unter anderem bedankte sie sich auch für das „kostenlose Fitnessprogramm“, dass ihr ihre Q12 auf der Jagd nach den Entschuldigungszetteln für diverse Fehlzeiten bescherte.

Dass sich die Ergebnisse des diesjährigen Abiturjahrgang durchaus sehen lassen können, freute auch Schulleiter Klaus Rechenberger: 23 Prozent der Abiturienten schafften einen besseren Schnitt als 2,0. Für den schülerstarken dritten Abiturjahrgang seit der Eröffnung des ASG 2006 ist die Aula erstmals zu klein geworden – die Sporthalle musste für die Prüfungen möbliert werden. Und es gab noch eine Premiere: Erstmals waren es die Burschen, die die besten Noten abräumten. Ganz anders als in einer kürzlich veröffentlichen Studie, wonach deutsche Kinder unglücklich seien, habe er insbesondere diesen Abiturjahrgang, immer als kreativ und lebensfroh erlebt, was der Schulleiter mit zahlreichen Beispielen belegte.

„Bildung ist was übrig bleibt auch wenn der letzte Dollar weg ist“, scherzte Bürgermeister Herbert Kirsch frei nach den Worten des Schriftstellers Mark Twain. Er wünschte den Absolventen „eine Portion Glück, Mut und Vertrauen, egal ob das Leben spiegelglatt oder auch mal stürmisch verläuft.“

Die Abiturienten Güldene Büyükcamsari und Lukas Braunschweig gaben in ihrer Abi-Rede unter dem Motto „Abikropolis – die Götter verlassen den Olymp“ launige und selbstbewusste Einblicke in ihre Schulzeit. Elternbeiratsvorsitzende Valeri Scheffel-Jurisch wünschte den jungen Leute, dass ihnen ihre Leidenschaft, ihre Freude am Debattieren und ihre Lust an der Logik auch weiterhin erhalten bleiben mögen.

Ursula Nagl


Die Abiturienten am Ammersee-Gymnasium


Von Aigner Katharina, Altintas Aysel, Altmann Christoph, Bauch Markus, Bauer Valentin, Baur Verena, Baus Nina, Beausencourt Marcel, Beulecke Florian, Boehler Anna, Boehler Lena, Börner Corinna, Boos David, Bootz Simon.

Brand Alexander, Braunschweig Lukas, Bregulla Tobias, Brufl Michelle, Büyükcamsari Güldene, Ernst Adrian, Efler Marlene, Faist Marcel, Feuerecker Laura, Freutsmiedl Teresa, Friedrich Lena, Gabler Sophie, Galietti Luisa, Geiger Franziska, Graumann Ann-Kathrin, Hartge Julian, Hartge Valentin, Haugg Jelena.

Heichele Julia, Heimrich Stephanie, Heinrich Fabian, Herkenroth Michael, Hofmaier Moritz, Horn Isabelle, Janata Anjuscha, Jokisch Anna, Jurisch Swenja. Klinz Timo, Kment Hanna, Köhler Charline, Kürzinger Katharina, Marggraff Stefan, Mönig Roman, Mornhinweg Joshua, Mühle Alexej, Müller Isabella, Müller Johanna, Müller Robert, Nehse Hannes, Nickerl Stephanie.

Noll Maximilian, Odinius Timo, Pfeiffer Dominik, Prüger Tasnim, Riedel Noel, Samojlova Julia, Sanktjohanser Stefanie, Sartori Luca, Schenuit Claudius. Schindler Tamara, Schmalz Lukas, Scholz Eva, Schubert Sarah, Siebeneicher Hannah, Stadler Chiara, Steffen Jonas, Vetter Dennis, Weifl Helene, Wielinger Alexandra.

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