Bindeglied Ammersee

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Bauen auf enge Zusammenarbeit: (v.l.) Werner Grünbauer, Vorsitzender der Leader-Aktionsgruppe, seine Stellvertreterin Petra Sander und Detlef Däke, Projektleiter der Entwicklungsstrategie.

Dießen – „Ammersee – Region für Alle“ lautet das Credo der Leader-Entwicklungsstrategie (LES), die in den vergangenen Monaten in Bürgerworkshops, Bürgermeistertreffen und in LAG-Mitgliederversammlungen erarbeitet worden war. Das EU-Programm soll das hohe gesellschaftliche Engagement in der Region vernetzen und koordinieren.

„In der Ammersee-Region sollen Bedingungen herrschen – beim Arbeiten wie beim Wohnen, beim Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, beim Lernen, bei der Mobilität wie im kulturellen Bereich – die alle einbinden“, erklärten Werner Grünbauer, LAG- Vorsitzender und Pähls Bürgermeister, Petra Sander, stellvertretende Vorsitzende aus Dießen, und LES-Projektleiter Detlef Däke aus Utting beim Pressegespräch. Das ist ein großes Ziel mit dem sich die Lokale Aktionsgruppe Ammersee fristgerecht für das bayerische Auswahlverfahren zur Erlangung von Mitteln aus dem EU-Leaderprogramm 2014 bis 2020 beworben hat. 

In der ersten Förderperiode 2007 bis 2013 wurden in der Region Ammersee 19 Projekte mit einer Gesamtinvestition von 2,2 Mio Euro umgesetzt. Der Leader-Ansatz habe es möglich gemacht, Leuchttürme mit überregionaler Ausstrahlung zu entwerfen und teilweise brachliegende Ressourcen besser zu nutzen, erklärte das Team. Die Förderung habe den Kommunen Anreize und Impulse gegeben, Projektideen mit Partnern zu realisieren, die sonst nicht in dieser Art umgesetzt worden wären. Eine Hürde konnte bereits vor dem Bewerbungsverfahren zur zweiten Förderperiode genommen werden: Neben den bereits in der ersten Periode beteiligten Kommunen (Andechs, Dießen, Eching, Eresing, Grafrath, Greifenberg, Herrsching, Inning, Kottgeisering, Pähl, Schondorf, Utting, Windach) konnten für die bevorstehende Förderperiode auch die Gemeinden Seefeld und Wörthsee im Landkreis Starnberg, sowie Egling und Weil im Kreis Landsberg gewonnen werden. 

Damit zählen die LAG-Beteiligten nun fast 70 000 Einwohner, 10 000 mehr als das Programm vorschreibt. Im aktuellen Leitgedanken spiegle sich die Entwicklung der letzten Jahre wieder, erklärte Bürgermeister Grünbauer. Es gehe weiterhin darum, die Ammersee-Region als „Schatz für Generationen“ zu bewahren. Zudem solle der Vernetzungsgedanke von 16 Gemeinden aus vier Landkreisen in den Mittelpunkt gestellt werden. „Der Ammersee als Bindeglied, die enge Zusammenarbeit in der Region, bis hin zu überwundenen Restriktionen in der Mobilität prägen die gesteckten Ziele“, betonte Grünbauer. 

Den aktuellen Entwicklungszielen wie klimafreundliche Mobilität, Förderung regionaler Produkte und Dienstleistungen sowie des heimischen Bildungspotenzials, dem lebendigen Austausch von Generationen und Kulturen und der Verbesserung der Umweltqualität wurde bereits ein Aktionsplan zugeordnet. Er sieht unter anderem vor, dass sich im November 2015 mindestens zwei Projekte zur konkreten Umsetzung im Genehmigungsprozess befinden sollen. Denn schon in einem Jahr möchte die LAG-Ammersee als aktive Gruppe mit großem Gestaltungspotenzial in der Region wahrgenommen werden.

Ursula Nagl

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