Kampf gegen das Tauwasser

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Die etwa 50 Jahre alte Lechbrücke bei Epfach ist sanierungsbedürftig: Seit Montag laufen deshalb die Instandsetzungsarbeiten an dem Bauwerk. Bis Ende Oktober bleibt die Brücke für den gesamten Verkehr gesperrt.

Epfach – Drei Monate wird es jetzt dauern bis die Lechbrücke Epfach wieder befahrbar ist. Seit heute laufen die Instandsetzungsarbeiten an dem Bauwerk aus den sechziger Jahren. Vor allem müssen dabei Schäden im Beton behoben werden, so der Sachgebietsleiter für Tiefbau im Landratsamt Johannes Ried.

Die Bauarbeiten an der Brücke sollen voraussichtlich bis zum 31. Oktober andauern. Dass die Sanierungsarbeiten so lange dauern, ist laut Johannes Ried dem Alter der Brücke und der Vielzahl der notwendigen Maßnahmen geschuldet.

In der Hauptsache müssen die sogenannten Widerlager – die Übergangskonstruktionen zwischen Brücke und Erdboden – instandgesetzt werden. In den Betonteilen der Widerlager sollen die schadhaften Stellen geschlossen werden. „Dort läuft Tauwasser rein und schädigt den Beton“, erläutert Ried. Deshalb müssen die Arbeiten auch noch bei gutem Wetter erfolgen.

Nach den Arbeiten an den konstruktiven Teilen der Brücke muss dann die Deckschicht ausgetauscht werden. Für die Sanierung der Widerlager muss nämlich am Anfang und Ende der Brücke aufgegraben werden. „Der Fahrbahnbelag wird im Anschluss komplett erneuert“, so Ried. „Die Brücke wird aber am Ende genauso aussehen wie jetzt.“

Die Lechbrücke ist in der Zeit der Bauarbeiten für den gesamten Verkehr gesperrt. Wer aus Denklingen oder Landsberg kommt wird daher über die B17-Lechmühlen – Mundraching und umgekehrt umgeleitet. Der Verkehr aus Schongau und Weilheim muss eine Umleitung über Apfeldorf in Kauf nehmen. Insgesamt wird die Maßnahme, laut dem Leiter des kreiseigenen Tiefbaus, rund 230000 Euro kosten.

Astrid Erhard

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