Zum Lernen ins Grüne

Die vier Grundschulen der Stadt Landsberg bekommen ein grünes Klassenzimmer im Lechpark. Zwei Räume im ehemaligen Altmannshofer-Anwesen, auch als Augärtnerhaus bekannt, werden dafür derzeit hergerichtet. Die Idee für diesen Lernort mitten in der Natur stammt von Edith Schmid, der Rektorin der Grundschule am Spitalplatz.

Der eine Teil des alten Hauses musste abgerissen werden. Im anderen Gebäudeteil entsteht das grüne Klassenzimmer. Schmid erklärt, dass es sich dabei um zwei Räume handelt, die einfache Ausstattung bekommen sollen. Von Tischen, Stühlen, einer Tafel und einem Holzofen ist die Rede. Im dritten Schuljahr schreibt der Lehrplan das Thema Wald vor -– und bei Walderlebnistagen, die das städtische Forstamt für Drittklässler veranstaltete, hatten Schmid und ihre Lehrerkollegen das alte Anwesen im Lechpark entdeckt. Mit dem Vorschlag, das Haus für die Schüler nutzbar zu machen, hatte sich die Rektorin im Juli 2008 an Oberbürgermeister Ingo Lehmann gewandt. „Wir wären direkt in der Natur vor Ort, hätten einen Platz zum Arbeiten und wären ziemlich wetterunabhängig“, so die guten Argumente fürs grüne Klassenzimmer. Zudem seien Erkundungen in der Natur in allen Jahrgangsstufen vorgesehen, zum Beispiel beim Thema Wiese, Tiere im Winter, Entstehung einer Quelle oder Leben am Teich. Der Ort im Grünen mit zwei Tümpeln in der Nähe biete, so Schmid, viele weitere Möglichkeiten für den Unterricht. Und schließlich sei der Ort gut erreichbar. Die Rektorin von der Spitalplatzschule geht davon, dass ihre Schule das Klassenzimmer wohl am meisten nutzen wird, da sie den kürzesten Weg haben. Laut Dr. Gerhard Gaudlitz, dem Leiter des städtischen Forstamtes, soll das Augärtnerhaus „zu einem festen Stützpunkt für die Schulen“ werden. Er meint damit neben den Grundschulen aber auch die Förderschulen, denen das Zimmer nützlich sein könnte. Gaudlitz rechnet damit, dass die Räume bis zum Ende des Schuljahres festiggestellt sind. Die Baumaßnahmen am Augärtnerhaus werden, wie Peter Huber vom Hochbau-Referat erklärt, insgesamt rund 40000 Euro kosten.

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