Was uns "lieb und teuer" ist – Kreisausschuss berät über Sanierung am Sonderpädagogischen Förderzentrum

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ANDREA PETER, Landsberg – Über die Sanierung des Sonderpädagogischen Förderzentrums in der Isidor-Hipper-Straße in Landsberg hat vergangene Woche der Kreisaus- schuss beraten – und empfiehlt dem Kreistag, das Gebäude 3 des Förderzentrums mithilfe von Zuwendungen aus dem Konjunkturpaket II für maximal 1,5 Millionen Euro sanieren zu lassen. Da- bei sollen die Fenster ausgetauscht, die Fassade des Gebäudes und die Decke des Untergeschosses gedämmt werden. Sa- nierungsbedürftig sind auch anderen Gebäude der Schule – daher einigte sich der Kreisausschuss auf die Generalsanierung des Förderzentrums und legten die Kostengrenze auf zunächst 2,3 Millionen Euro fest. „In die Planungen der Bauvorhaben wurde die Schule miteingebunden“, erklärte Kreiskämmerer Jürgen Felbinger. Und auch Landrat Walter Eichner betonte, dass man seitens der Schule die allgemeine Zustimmung habe. Die anwesenden Schulvertreter, Rektor Norbert Steinhardt und Volker Fritz vom Elternbeirat, bestätigten dies. Mit den Arbeiten am Gebäude 3 soll so schnell wie möglich begonnen werden. Die energetische Sanierung der anderen Gebäude möchte die Landkreisverwaltung mit einer Förderung durch das Finanzausgleichsgesetz bewerkstelligen. Um eine finanzielle Unterstützung zu erreichen, müssten beim Förderzentrum Kosten von 2,26 Millionen Euro verbaut werden. Hierfür müsse man sich noch mit der Regierung von Oberbayern abstimmen, hieß es. Auch hänge es davon ab, ob Gebäude 4 in die Maßnahmen einbezogen würde. Bei den Gebäuden 1 und 2 stünden dann ebenfalls die Dämmung der Fassaden und teilweise auch die Erneuerung der Fenster an. Zudem sollen im Gebäude 2 das Dach erneuert, die Decke des Untergeschosses und die Stahlkonstruktion im Gebäude 2 Ost ausgetauscht werden. Weiter sind Dämmungsarbeiten an den Untergeschosswänden vorgesehen. In der Planung enthalten ist überdies der Einbau eines Aufgzugs und die Brandmeldeanlage zu ergänzen. Wie Kämmerer Felbinger klarstellte, „bedingen die Baumaßnahmen aber, dass die jetzigen Schulgebäude langfristig bestehen bleiben, um die Investitionen abschreiben zu können“. Das bedeute den Erhalt der jetzigen Grundrisse. Kleinere Anpassungen und Umbauten dagegen seien nicht ausgeschlossen. Durch den laufenden Unterhalt soll dafür gesorgt werden, die Schule in einem altersgemäß guten Zustand zu erhalten. Ein viel diskutiertes Neubau an einem neuen Standort sei langfristig nicht mehr möglich. In der Sitzung sprach Rektor Steinhardt an, dass auch Malerarbeiten und die Sanierung von Fußböden im Förderzentrum dringend nötig seien. Im Zuge der Sanierung wünschte er sich ebenso, dass Maßnahmen durchgeführt werden, die die Akustik in den Räumen verbessere. Bei den Gesamtkosten für die Sanierung des Sonderpädagogischen Förderzentrums geht die Landkreisverwaltung von rund 3,7 Millionen Euro aus. „Die Schulen sind uns lieb und teuer“, meinte Landrat Eichner auch mit Blick auf die anderen Investitionen des Landkreises – beispielsweise für den Bau der neuen Realschule in Kaufering.

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