HSB Lustlos und äußerst schwach

Die Heimerer Schulen Basket Landsberg sind auswärts weiter keine Macht. Bei den TSV Ansbach Piranhas hat die Mannschaft von Trainer Sascha Kharchenkov mit 70:86 verloren. Dabei wirkten die Spieler über weite Strecken lustlos. Das Teamplay ließ zu wünschen übrig und auch die Wurfquoten waren äußerst schwach, sodass es die Franken relativ einfach hatten.

Gegen Dachau vergangene Woche brauchten die Landsberger nicht ihre letzten Energiereserven mobilisieren, so fiel es auch nicht ins Gewicht, dass Fabian Kirchhoff in der zweite Halbzeit verletzt ausfiel. Zu-nächst bestand der Verdacht auf Muskelfaserriss, dann kam die Entwarnung – Kirchhoff war einsatzfähig. Dafür aber ging Florian Pejchar angeschlagen ins Spiel. Doch beides kann das lustlose Auftreten der gesamten Mannschaft nicht entschuldigen. Von Beginn an lief die HSB einem Rückstand hinterher. In der Verteidigung waren die Landsberger nicht aggressiv genug, sodass Ansbachs Aufbauspieler Dean Jenko und Goran Petrovic immer wieder zum Korb zogen konnten. Und wenn sie dort nicht schon selbst punkteten, kamen ihre Center zu zweiten Wurfchancen, da die lange Garde um Neuzugang Jeremiah Lawrence nicht entschlossen genug ausblockte. Hätten die Ansbacher nicht gleich drei hunterprozentige Chancen im ersten Viertel ausgelassen, sie hätten das Spiel vielleicht schon vor dem Seitenwechsel entscheiden können. So stand es „nur“ 22:14 für die Gastgeber. Im zweiten Viertel lief es dann etwas besser für Landsberg. Auch dank Marcus Kästner, der sowohl vorne, als auch hinten Einsatz zeigte. Auch Michael Teichner ackerte wie gewohnt und erarbeitete sich so neben drei geblockten Würfen und fünf Rebounds auch elf Punkte. So kam man zur Halbzeit immerhin auf 39:35 heran. Doch konnte man nach der Pause nicht an die Leistungen des zweiten Viertels anknüpfen. Vor allem die Trefferquote war nicht zufriedenstellend. Jason Boucher (19 Punkte) traf nur drei von 15 Dreiern, Jeremiah Lawrence (15 Punkte) hatte bei 20 Feldwurfversuchen nur eine Ausbeute von 35 Prozent und traf auch nur einen seiner sechs Freiwürfe. In der Zone wurde er sogar gleich mehrere Male abgeräumt. Im dritten Viertel verlor man dennoch nicht gleich den Anschluss. Erst in den letzten zehn Minuten nutzte Ansbach die eklatanten Schwächen der HSB vollends aus, gewann diesen Spielabschnitt 23:14 und das Spiel 86:70. Sascha Kharchenkov nimmt für die nächsten Spiele vor allem Neuzugang Jeremiah Lawrence in die Pflicht: „Gegen einen schlechten Gegner (Dachau) ist er gut. Jetzt wurde er gut verteidigt, dann muss er mehr zeigen.“ Denn, so sagt der HSB-Coach, quasi ohne ihren zweiten Ausländer zu spielen, sei zu schwer für die Mannschaft. Auch die deutschen Spieler müssten wieder bessere Leistungen bringen: „Fabi (Kirchhoff; 16 Punkte) hat durch seine Würfe gut geholfen und Michi (Teichner) hat so gut gespielt wie immer. Aber Ralf (Erhart) und Lukas (Klocker) waren nicht so gut.“ Florian Pejchar nimmt er aufgrund seiner Erkältung in Schutz. "Spielraum" ist noch da Und mit Blick auf die anderen Ergebnisse des Spieltages stellt er auch fest: „wir haben trotzdem noch gute Möglichkeiten“. Denn sowohl der Tabellenzweite Gotha, als auch der -dritte, Leipzig, mussten Niederlagen hinnehmen, wodurch die Mannschaften auf den Plätzen zwei bis sechs weiter zusammenrückten. An der Tabellenspitze steht nun die BG Leitershofen/Stadtbergen mit drei Siegen Vorsprung recht souverän da. Für Landsberg wird es kommendes Wochenende erneut richtig schwer, denn der USC Leipzig gastiert im Sportzentrum. Spielbeginn ist am Samstag um 19.30 Uhr.

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