Teil der Kunstgeschichte

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Zur ersten Sonerausstellung im Jubiläumsjahr des Malura Museums kommen auch Erwin Eisch (Foto) und seine Frau Gretel Eisch Stadler mit ihren Werken.

Oberdießen – Oswald Maluras Leben (1906 bis 2003) war von zwei Leidenschaften bestimmt: zum einen vom Malen und zum anderen von seiner Vision, Menschen zusammen zu bringen. In Oberdießen hat er Räume geschaffen, die sich gleichermaßen eignen für künstlerischen Rückzug wie für Begegnungen – das Malura Museum.

Dieses Jahr feiert es das 20-jährige Bestehen, ebenso das zehnjährige Jubiläum von Andrew Malura als Leiter des Museums. Den Auftakt ins Jubiläumsjahr macht ab dem 1. Mai die Ausstellung „Eisch – Krim – Malura – Spur...“.

Bereits 1957 errichtete Oswald Malura auf einem großen Hanggrundstück über Oberdießen ein Atelierhaus. 1977 kaufte er darüber hinaus eine Bauernhausruine im Ortskern von Oberdießen, renovierte das Gebäude mit Hilfe der Bevölkerung und stellte es 1981 als sein Kulturhaus der Öffentlichkeit vor. 1993 wurde das Haus nach einer weiteren, umfangreichen Sanierung als Malura Museum eröffnet: mit einer ständigen Ausstellung des Lebenswerks von Oswald Malura.

Insgesamt 47 Sonderausstellungen haben in den vielseitig nutzbaren Ausstellungsräumen des Museums bereits stattgefunden. Das Malura Museum hat inzwischen auch seine Tore für musikalische, literarische und kabarettistische Veranstaltungen geöffnet sowie für sommerliche Kunstworkshops für Kinder und Jugendliche. Anlässlich des 20. Jubiläums soll die Öffnung des Museums für Begegnungen unterschiedlichster Art einen neuen Aufschwung erhalten. Die Räume können nun auch für Seminare, Kurse, Workshops und andere Projekte angemietet werden.

Den Einstieg in die Museumssaison 2013 und das Jubiläumsjahr bildet die große Sonderausstellung „Eisch – Krim – Malura – Spur...“ vom 1. Mai bis 9. Juni, die auf die Anfänge des Kunstförderers Oswald Malura eingeht und damit eine Brücke schlägt zu Vertretern der aufbegehrenden jungen Kunstszene der 1950-er und 60-er Jahre, die inzwischen in die Kunstgeschichte eingegangen sind: die Gruppe Spur und die Gruppe Radama.

Das Künstlerehepaar Erwin Eisch und Gretel Eisch Stadler konnte für die Eröffnungsausstellung des Jubiläumsjahres gewonnen werden. Vor über einem halben Jahrhundert haben sie bereits in der Galerie Malura in der Leopoldstraße München ausgestellt – Erwin Eisch 1958 als Mitglied der Gruppe Spur. 1960 gründete Erwin Eisch dann mit seiner späteren Frau Gretel Eisch Stadler und dem Bildhauer Max Strack die Gruppe Radama, unter deren Namen sie 1961 in der Galerie Malura eine „Gedächtnisausstellung“ für den Künstler Bolus Krim ausrichteten und damit für einen regelrechten Kunstskandal in München sorgten. Grund: Bolus Krim hat es nie gegeben.

Das Paar wird im Malura Museum Werke aus seinem gesamten Schaffen zeigen. Einige Werke von inzwischen verstorbenen Mitgliedern der Gruppe Spur sowie Exponate der historischen Bolus Krim Gedächtnisausstellung werden die Jubiläumsausstellung vervollständigen.

Weitere Informationen unter www.malura-museum.de.

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