Bahnhof Nummer zwei

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Der Bahnhof Riederau ist seit 1. Januar Eigentum der Geimeinde Dießen.

Dießen – Nichts hat auf der Tagesordnung der letzten Bauausschusssitzung des vergangenen Jahres darauf hingewiesen, beinahe nebenbei verkündete Bürgermeister Herbert Kirsch zum Abschluss die frohe Botschaft: Die Gemeinde hat den Bahnhof Riederau gekauft.

Mit diesem Immobiliengeschäft ist die Marktgemeinde nun im Eigentum von zwei denkmalgeschützten Bahnhöfen an der Ammerseebahn. Die Station im Hauptort wurde bereits vor gut zwei Jahren erworben – für 106000 Euro. Wie Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger) mitteilte, soll sich an der Nutzung des Bahnhofsgebäudes in Riederau vorerst nichts ändern. Die Deutsche Bahn AG nutzt die Fahrdienstleiterräume weiterhin als Mieter. Durch die Mieteinnahmen soll der Kaufpreis von 35000 Euro innerhalb von zehn Jahren refinanziert werden.

Mit dem Bahnhof geht nicht nur „ein Gebäude in zentraler Lage“ mit 290 Quadratmetern Grundfläche in das Eigentum der Marktgemeinde über, sondern auch 944 Quadratmeter Grund. Dazu gehören auch die Parkplätze, die im Süden bis an die Staatsstraße heranreichen. Mit dem Kauf der Immobilie erfüllt sich auch ein Wunsch des Riederauer Verschönerungsvereins. Aus seinen Reihen war der Vorschlag den Bahnhof zu erwerben, schon vor Jahren an die Gemeinde herangetragen worden. Ausgeschrieben wurde die Immobilie seitens der Bahn allerdings erst im Juni 2012.

Seit seinem 100. Jubiläum vor zehn Jahren bemüht sich der Verein darum, das Erscheinungsbild des Bahnhofs zu verbessern. In den letzten Jahren wurde das Gebäude gereinigt und die Sanierung des Uhrentürmchens in die Wege geleitet. Zudem kümmert sich der Verein um den Blumenschmuck am Bahnhof, der als Aushängeschild für den Ortsteil gilt.

Erbaut wurde die Station in ihrer heutigen Gestalt im Jahr 1937 als eingeschossiger Sattelbau mit Dachreiter, offener Wartehalle und Wandmalereien im „Heimatstil“ – obwohl für Riederau ursprünglich kein eigener Bahnhof vorgesehen war. Allerdings hatten die Verantwortlichen den wirtschaftlichen Wert der einstigen Holzverladestation bald erkannt. Als die Ammerseebahn 1898 den Betrieb aufnahm, bestand Riederau aus sieben Häusern und einer Kapelle. Dem Bahnhof ist es zu verdanken, dass aus Riederau über die Jahre hinweg ein stetig wachsender Ortsteil wurde. Ursula Nagl

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