Besuch vom Staatsminister

Knotenpunkt Landsberg

+
Los geht‘s: Vermessungsamtdirektor Steffen Kirchner, Landrat Thomas Eichinger, Staatsminister Dr. Markus Söder und 2. Bürgermeisterin Doris Baumgartl schalten den Hotspot frei.

Landsberg – Hoher Besuch in Landsberg: Staatsminister Dr. Markus Söder ist an den Lech gekommen, um einen WLAN-Hotspot symbolisch freizuschalten. Doch sein Besuch galt einem größeren Projekt. Denn das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung ist einer der ersten Knotenpunkte, die dazu beitragen sollen, schnelles und kostenloses Internet bis 2020 flächendeckend in Bayern anzubieten.

Als „Kernaufgabe“ und bedeutenden Baustein für die Zukunftsfähigkeit Bayerns erachtet der Staatsminister für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat, Dr. Markus Söder, dass für jeden Bürger die Möglichkeit zur schnellen Internetverbindung besteht. Und das überall, auch außerhalb der großen Städte, den „digitalen Autobahnen“. Die Peripherie dürfe kein „Kiesweg“ sein, bis 2017 verfügen alle bayerischen Gemeinden über einen Breitbandanschluss, so der Plan Söders. Der Freistaat investiere viel in diesem Bereich, doch auch die anderen Länder mühten sich redlich.

„Exklusiv“ sei aber, was Söder und sein Ministerium im Bereich WLAN vorhaben: Bis 2020 soll sich die Bevölkerung kostenlos in einen der bis dahin fast überall flächendeckend eingerichteten Hotspots einwählen können. „@BayernWLAN“ nennt sich das Projekt, das auch der Grund dafür ist, dass der Minister am vergangenen Donnerstag in Landsberg zu Gast war: Als einer der ersten 100 Standorte wurde das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung als Knotenpunkt auserkoren und der Zugang freigeschaltet. WLAN ist seitdem mit ungefähr 100MBit pro Sekunde im Kundenzentrum, auf dem Rossmarkt und in Teilen der Lechstraße verfügbar. Als Radius sind ungefähr 500 Meter angesetzt. Das dürfte auch die Schüler des IKG freuen. Ganz frei im Internet bewegen kann sich der Nutzer allerdings nicht, ein Jugendschutzfilter ist integriert. Das sei allein schon rechtlich notwendig gewesen, erklärte Söder. Denn aufgrund der geltenden Störerhaftung halte der Anbieter, also in diesem Fall der Freistaat, den Kopf dafür hin, welcher Inhalte sich der Konsument in seinem Netz bediene.

In den kommenden Jahren verdichtet das Staatsministerium das Netz an Hotspots sukzessive weiter. Denn momentan sei es mit einem Standort pro Landkreis und ausgewählten touristischen Schwerpunkten noch sehr grobmaschig. Im Landkreis ist derzeit auch schon die Flotte der Ammerseeschifffahrt entsprechend ausgerüstet. Doch bis 2020 sollen 10.000 Hotspots eingerichtet werden, die an weiteren staatlichen Behörden und kommunalen Liegenschaften angebracht werden. Die Kosten, die sich auf zehn Millionen Euro belaufen, trägt der Freistaat. „Bin drin“ freute sich der Minister beim Blick aufs Smartphone, das er als sein „wandelndes Büro“ bezeichnete, nachdem er den roten Start-Buzzer gedrückt hatte.

Auch Landrat Thomas Eichinger räumte ein, dass der Internetzugang für die jüngeren Generationen mittlerweile so wichtig sei, „wie der Wasser- und Stromanschluss“. Der Landkreis müsse sich im Wettrennen mit anderen Standorten immer mehr auf digitalem Terrain behaupten, der Zugang zu schnellem Internet sei deshalb ein attraktivitätssteigernder Faktor. Angedacht sei, nun auch im Landratsamt für die Kunden der Zulassungsstelle ein entsprechendes Angebot einzurichten. Landsbergs 2. Bürgermeisterin Doris Baumgartl fasste ebenfalls schon die nächsten Standorte zur WLAN-Nachverdichtung ins Auge: Der Hauptplatz und das Jugendzentrum böten sich ihrer Meinung nach an.

Rasso Schorer

Meistgelesene Artikel

Vollgas auf eisiger Piste

Reichling – Frostiges Motorsportspektakel unter Flutlicht: Am Freitag, 20. Januar, richtet der MSC Reichling wieder die Zugspitzmeisterschaft im …
Vollgas auf eisiger Piste

Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kaufering – Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde hat Nachwuchssorgen. Das war eines der brennenden Themen auf der diesjährigen …
Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Noch ein Protest-Kunstwerk

Holzhausen – Wie einst Asterix und seine Gallier gegen die Römer kämpfen Daniel Fusban und seine Holzhauser Mitbürger gegen die übermächtige …
Noch ein Protest-Kunstwerk

Kommentare