Ein Marsch für den Prinzen

Auch Pater Prior Claudius Bals sowie die Pfarrer Thomas Wagner und Petar Vranikic (von links) gratulierten Prinz Luitpold von Bayern (rechts) zum 60. Geburtstag. Foto: Osman

Zum Geburtstag ist ihm der Marsch geblasen worden: Am Donnerstag feierte Seine Königliche Hoheit Prinz Luitpold von Bayern auf Schloss Kaltenberg seinen 60. Geburtstag und wurde aus diesem Anlass mit der Uraufführung des eigens komponierten Werkes „Marsch der Bayern“ beschenkt. Zuvor zelebrierte der Bierprinz mit zahlreichen Gästen aus dem öffentlichen Leben der Region, aus Politik und Wirtschaft die Hubertusmesse in einem Zelt vor der Ritterschwemme.

Der Marsch wurde von Musikprofessor Josef Zilch (82) als „Identitätsmelodie zusätzlich zur Bayernhymne“ komponiert, wie CSU-Landtagsabgeordneter Dr. Thomas Goppel erklärte. Goppel ist auch Präsi­- dent des Bayerischen Musikrats und hat am Text des Marsches maßgeblich mitgeschrieben. In die Schlussakkorde sind Motive der Bayernhymne und des Deutschlandliedes verwoben. Vorgetragen wurde das Werk von der Stadtkapelle Starnberg. Die Hubertusmesse zelebrierten der Geltendorfer Pfarrer Thomas Wagner, sein Walleshausener Kollege Petar Vrankic und Pater Prior Claudius Bals aus St. Ottilien, musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von den „Le Ralley Trompes de Bavière“. Pfarrer Wagner würdigte Luitpolds Mut, „den sicheren Hafen zu verlassen, um neue Ziele zu erreichen“. Dieses Thema griff wenig später auch Klaus Dieter Nicola, Geschäftsführer der König-Ludwig-Brauerei Kaltenberg, in seiner Ansprache auf. Der Prinz habe mit gerade einmal 25 Jahren das damals kleine Unterneh­men übernommen und es zu einer international erfolgreichen Marke ausgebaut. Inzwischen habe sich Prinz Luitpold zwar aus dem operativen Tagesgeschäft zurückgezogen, „aber er werkelt im Hintergrund“. Die Dinge ruhiger angehen lassen – „das ist etwas, was er eigentlich gar nicht kann.“ So ist zu hören, dass seine Königliche Hoheit demnächst geschäftlich nach China und Indien reisen werde. Ein in der Öffentlichkeit wenig bekannter Sport ist die Schleppjagd, die Prinz Luitpold selbst gelegentlich ausübt. Außerdem ist er, wie vor ihm sein Vater, Schirmherr des Schleppjagdvereins Bayern, von dem eine Abordnung zum Geburtstag gratulierte und eine Kostprobe des Sportes gab. Eine Meute aus 25 englischen Foxhounds hetzte, gefolgt von Reitern, hinter einer künstlich gelegten Fährte kreuz und quer über das Schlossgelände. Zum Abschluss lud der Jubilar die Gäste zu einem Weißwurst-Frühstück in die Ritterschwemme, wo man auf sein Wohl anstieß – natürlich mit Kaltenberger Bier.

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