Tag der Energie

Mit dem E-Taxi zum Energietag

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Energieversorger und Handwerksbetriebe gehörten zu den Ausstellern beim 5. Tag der Energie im Agrarbildungszentrum.

Landsberg – Haben Sie Rückenprobleme oder einen Herzschrittmacher? Sind Sie schwanger?“ Nachdem man all das verneint und das Landsberger Stadtgebiet verlassen hat, schießt das Auto los wie ein Flugzeug auf der Startbahn. Donnerwetter, von braven 50 Stundenkilometern auf 100 in einem Wimpernschlag. „Das schafft kein herkömmliches Auto“, sagt Sascha Spörl und lacht. Für sein Elektro-Taxi, mit dem er seit fünf Monaten durch Landsberg kurvt, ist rasantes Beschleunigen kein Problem. Eine Spritztour in Spörls E-Taxi gehörte zu den Attraktionen des diesjährigen Tages der Energie.

Rundum begeistert von der Spritztour im Elektro-Taxi: Vize-Landrat Peter Ditsch.

Auch Vize-Landrat Peter Ditsch ließ sich eine Probe­runde im Elektro-Flitzer nicht entgehen und schwärmte anschließend von den 410 PS und dem Bildschirm in der Mittelkonsole, der sämtliche Fahrzeugfunktionen anzeigt. „Jetzt ist endlich mein Rücken warm“, freute sich eine Besucherin, als sie sich vom beheizten Beifahrersitz erhob. Und eine andere junge Frau erklärte: „Wenn ich das nächste Mal ein Taxi brauche, will ich auf jeden Fall dieses.“

Elektro-Mobilität – auch LEW und die Stadtwerke waren mit entsprechenden Fahrzeugen vertreten – gehörte neben Informationen über regenerative Energien und Fragen rund ums Bauen und Sanieren zu den Schwerpunktthemen des Energie-Tages im Agrarbildungszentrum. Die fünfte Veranstaltung ihrer Art wurde von Landrat Thomas Eichinger eröffnet, der auch die Schirmherrschaft übernommen hatte. Organisator Berthold Lesch von der Landsberger Energieagentur (LENA) verwies mit Stolz auf drei neue Aussteller und ein doppelt so umfangreiches Vortragsprogramm wie in den Vorjahren.

Viele Fragen der Besucher betrafen das Thema Heizung, berichtete Herbert Hofmuth, Leiter der LENA-Fachgruppe Planen, Bauen und Sanieren. Pauschale Antworten gebe es nicht. Welches System das beste sei, hänge immer vom Einzelfall ab. „Dort, wo ein hoher Grundwasserstand herrscht, bietet sich vielleicht eine Grundwasser-Wärmepumpe an, anderswo eher eine Pellets- oder Hackschnitzelanlage.“ Wer angesichts der derzeit günstigen Heizölpreise nicht wechseln will, könne mit gezielter Dämmung einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und auch noch Geld sparen. Hochmuth: „Wenn jemand nur noch 800 statt 2000 Liter Heizöl im Jahr verbraucht, ist das ja auch schon ein Fortschritt“.

Handwerksbetriebe, die die entsprechenden Maßnahmen umsetzen können, standen den Besuchern zu Informationsgesprächen zur Verfügung. Und wie größere Umbauten zu finanzieren sind, konnte man an den Ständen der regionalen Banken erfahren.

Ulrike Osman

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