Mehr als nur ein Heizwerk – Eresing sucht nach intelligenter Energieversorgung

Die Gemeinde sucht nach neuen Möglichkeiten intelligenter Energieversorgung für kommunale Einrichtungen, aber auch für private Haushalte. Für ein entsprechendes Gutachten wären sogar staatliche Fördergelder zu erhalten, teilte Bürgermeister Josef Loy dem Gemeinderat jüngst mit. Man will sich außerdem in vergleichbaren Gemeinden über neuartige Konzepte informieren und die Projektverantwortlichen aus St. Ottilien zu Rate ziehen, die dort das „Leuchtturmprojekt“ zur Wärmeversorgung realisiert haben.

Bereits im November hatte die Fraktion der Dorfgemeinschaft beantragt, dass die Gemeinde ihr Energieversorgungskonzept aus dem Jahr 1995 fortschreiben lassen solle. Damals forderte die Ratsmehrheit, zunächst die Fördermöglichkeiten zu prüfen. Bürgermeister Loy zufolge gewährt der Freistaat Zuschüsse von bis zu 50 Prozent der Untersuchungskosten, sofern das Gutachten den Energieverbrauch aller wesentlichen kommunalen Einrichtungen umfasst, konkrete Realisierungsvorschläge enthält und regenerative Energiequellen berücksichtigt. Thomas Berger fand jedoch die Fragestellung zu allgemein. Sinnvollerweise sollte das mit dem Gutachten zu beauftragende Ingenieurbüro konkretere Vorgaben be- kommen. Philipp Leichtle stellte den Sinn der Untersuchung in Frage. So viel Neues gebe es auf dem Energiesektor nicht, dass es nicht ohnehin bekannt wäre. Eva Resch regte an, eine von der Größe her vergleichbare Gemeinde zu besuchen, die sich selbst mit Energie versorgt. Resch: „Es gibt Ortschaften, die absolut autark sind. So etwas sollten wir uns ansehen.“ Einst Vorreiter Schließlich einigte man sich darauf, sich zunächst die Erfahrungen der Erzabtei St. Ottilien schildern zu lassen. Dort wurde im vergangenen Jahr die Wärmeversorgung, wie im KREISBOTEN berichtet, komplett umgestaltet. Von einer neu errichteten, mit Holzhackschnitzeln betriebenen Energiezentrale aus werden fast alle Gebäude des Klosters mit Wärme versorgt. Inzwischen plant die Erzabtei auch ihre eigene Stromversorgung. In Eresing steht seit Jahren ein Hackschnitzelheizkraftwerk im Gewerbegebiet, an das alle dortigen Betriebe angeschlossen sind. „Mit diesem Projekt waren wir Vorreiter im Landkreis, und zwar zu einer Zeit, als uns noch alle ausgelacht haben“, so Loy.

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