Mehr Bus im Markt

Die Marktgemeinde Kaufering will ihre bisherige Bahnhofslinie neu konzipieren. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat nun dafür aus, künftig einen Ortsbus ganztägig in zwei Linien fahren zu lassen. Damit soll der Individualverkehr im Ort verringert und die Anbindung an den Bahnhof sowie an den Einzelhandel verbessert werden. Einziger Wermutstropfen: Die Fahrgäste müssen dann für das besser ausgebaute Netz bezahlen.

Die jetzige kostenlose Buslinie LVG 92 sei eine reine Zubringerlinie, erklärte Ratsmitglied und Koordinator für das Gesamtverkehrskonzept, Hans Koch. Der Bus bringt morgens die Fahrgäste zum Bahnhof und holt sie von dort wieder ab. Zusammen mit dem Nahverkehrssachbearbeiter des Landratsamtes, Dietmar Winkler, hat Koch ein neues Konzept erarbeitet, das drei Blöcke vorsieht. Von 5.04 Uhr bis 8.45 Uhr und von 15.05 Uhr bis 19.45 Uhr fahren zwei Busse auf zwei Linien zwischen Bahnhof und Altkaufering sowie zwischen Bahnhof und Kaufering-Nord. Von 8.34 Uhr bis 14.54 Uhr wird ein Bus auf der Gesamtlinie verkehren. Jede Haltestelle würde damit 28 Mal angefahren. Koch rechnete bei der Finanzierung der Buslinie, dass die Kosten von bisher 132097 Euro auf 273575 Euro ansteigen würden. Da die Fahrgäste künftig für die Buslinie zahlen müssen, erwartet Koch Einnahmen in Höhe von rund 78000 Euro, was einer Kostendeckung von 28 Prozent entspricht. Das verbleibende Defizit werde dann mit jeweils 97807 Euro auf Marktgemeinde und Landkreis aufgeteilt. Der Bahnhofslinie mussten der Markt Kaufering bisher mit 79902 Euro und der Landkreis mit 52195 Euro unter die Arme greifen. Gemeinderat Thomas Wiesmann (SPD) regte an, den Ortsbus bis 23 Uhr und mit Anbindung nach Landsberg fahren zu lassen. „Dann hätten Jugendliche die Möglichkeit, länger wegzugehen.“ Für sinnvoll halte er auch eine Haltestelle an der neuen Realschule, so Wiesmann. Koch versprach, dies nach Rentabilitätsgesichtspunkten zu prüfen, ebenso wie den Vorschlag von Prof. Michael Kortstock (UBV) für Haltestelle am Lechtalbad.

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