Mehr Plätze im Spital

„Lass den Bewohnern des Neubaus die Jahre des Alters zu einer Zeit der Gnade des Heiles werden, ... bewahre sie vor Einsamkeit, tröste und stärke sie in den Gebrechen des Alters.“ Mit diesen Worten hat Spitalpfarrer Alois Summer den Neubau am Heilig-Geist-Spital Landsberg gesegnet. Mit einem finanziellen Aufwand von drei Millionen Euro entstand am ehemaligen Jesuitenkolleg ein Anbau mit 24 Einzelzimmern.

In den kommenden zwei Jahren wird der Altbau mit nochmals drei Millionen Euro saniert. „Seniorenpolitik betrachten wir als öffentliche Aufgabe und nicht unter Renditegesichtspunkten“, sagte Oberbürgermeister Ingo Lehmann, der sich beim Landkreis für die finanzielle Beteiligung in Höhe von 530000 Euro bedankte. Dieser sei dazu rechtlich nicht verpflichtet, habe jedoch „tief in die Tasche gegriffen“ so wie auch beim Bürgerstift der AWO. Das unterstreiche, „Seniorenpolitik ist kein Alleingang der Stadt“. Landrat Walter Eichner kündigte bis zum Frühjahr 2010 ein seniorenpolitisches Konzept an. Es werde die Handschrift tragen, „dass uns ältere Bürger sehr wichtig sind“, so Eichner. Er vermisse im Wahlkampf Aussagen zur Seniorenpolitik ebenso wie sich bei der Finanzierung der „Freistaat einfach davon geschlichen“ habe. Derzeit gibt es im Landkreis zehn Alten- und Pflegeheime, von denen zwei – in Greifenberg und Vilgerthofen – vom Landkreis selbst betrieben werden. Die öffentliche soziale Einrichtung Heilig-Geist-Spital, die nach Sanierungsabschluss 44 hochmoderne Plätze bieten wird, betreibt die Stadt und unterliegt nicht Renditegesichtspunkten.

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