Mehr Raum für Radler – Utting will Wege besser vernetzen

Gleich zwei Anträge der Freien Wählergemeinschaft Utting (FWG) haben den Gemeinderat am Donnerstag auf Trab gehalten. Konsens gab es zu dem Vorschlag, das Fuß- und Radwegenetz im Dorf zu sanieren und zu ergänzen. Eine scharfe Diskussion hingegen löste ein FWG-Antrag zum Konjunkturpaket II aus.

In dem Antrag führte die FWG eine Liste von Projekten auf, für die Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) umgehend Fördergelder beantragen solle. Nach Ansicht der anderen Gemeinderatsfraktionen ist dies jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt gar nicht möglich, da noch keine konkreten Förderrichtlinien für das Konjunkturpaket vorlägen. Für einige der aufgelisteten Projekte, wie den Bau des Telos-Kinderhauses in Holzhausen, stehen bereits andere Fördertöpfe bereit, für andere, wie die Einrichtung eines neuen Jugendhauses, besteht nach Ansicht der Gemeinderatsmehrheit im Gremium noch Diskussionsbedarf. Peter Noll (GAL) kritisierte, dass speziell durch diesen Antrag nach außen hin der Eindruck entstehen könne, Gemeinderat und -verwaltung seien bislang untätig geblieben. „Dagegen verwahre ich mich.“ In diesem Sinne wurde der Antrag der Freien Wähler zum Konjunkturpaket mehrheitlich (12:3) abgelehnt. Anstatt „ins Blaue hinein“ Anträge zu schreiben, will man sich umgehend zu einer Sondersitzung treffen, kündigte Bürgermeister Josef Lutzenberger an. Bezüglich des FWG-Antrags zur Sanierung und Vernetzung der Fuß- und Radwege einigte sich der Gemeinderat darauf, ein Angebot des Büros Wittke aus Landsberg einzuholen. Vor kurzem, so Bürgermeister Lutzenberger, habe es bereits zwei Termine mit Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und der Straßenverkehrsbehörde gegeben, um die Situation von Radfahren in Utting zu verbessern. Demnach ist es möglich, dass Radfahrer in der Kirchbergstraße bald gegen die Einbahnrichtung fahren dürfen. Für den Seefelderhofberg sei angedacht, Radler auf dem Gehweg zuzulassen. Für Fuß- und Spaziergänger würden derzeit im Bauhof drei Rastbänke renoviert, die sich bald hervorragend in das Fußwegekonzept der Freien Wähler einfügen könnten. Mögliche Neubaumaßnahmen zugunsten des Fuß- und Radwegenetzes, so der einstimmige Konsens im Gemeinderat, sollen in den Haushaltsberatungen festgelegt werden. Die Gesamtplanung wird dann im Rahmen der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes erfolgen.

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