Mehr Stauraum – "Regenüberlaufbecken" in der Lechstraße

Mit erheblichen Behinderungen ist im Sommer in der Lechstraße zu rechnen: Die Stadt lässt dort während der großen Ferien ein weiteres Regenüberlaufbecken bauen. Die Pläne für das knapp 900000 Euro-Projekt nahm der Werkausschuss des Stadtrates vergangene Woche „zustimmend zur Kenntnis“.

Das „RÜL 4“ ist Abschluss des städtischen Konzepts zur Mischwasserentlastung der Landsberger Kläranlage. Mit einem enormen finanziellen und logistischen Aufwand war es vorangetrieben worden, dafür zeugen allein die in den letzten drei Jahren realisierten Entlastungsbauwerke am Mutterturm, in der Hopfengarten- und Epfenhausener Straße an der A96. Ökologisch wie auch ökonomisch gesehen eine lohnende Investition, so Werkleiter Norbert Köhler. „Die jährliche Mischwasserabgabe in Höhe von 150000 Euro wird in Zukunft entfallen!“ Zunächst aber geht es in der Lechstraße zur Sache. Als einzig machbare Variante hat sich bei den Voruntersuchungen ein 105 Meter langer Stauraumkanal mit einem Fassungsvermögen von 84 Kubikmeter erwiesen. Da dies bei Starkregenereignissen nicht ausreichen wird, ist vorgesehen, das Mehrwasser über ein Trennbauwerk unter dem Lunapark direkt in den Lech „abzuschlagen“. Der Stauraumkanal selbst reicht von der Sozialstation St. Martin bis zur Sandauer Straße und liegt lechseitig unter der Lechstraße. Nur im südlichen Teil wird es laut Projektleiter Joachim Milde von den Städtischen Werken eine offene Baugrube geben, der weitaus größte Kanalteil in Richtung Nordosten könne man im Pressverfahren einbauen. Da es in der Lechstraße dennoch zu erheblichen Behinderungen kommen wird, haben sich die Stadtoberen entschlossen, die „verkehrsflussgefährdenden Arbeiten“ in die Sommerferien zu legen. Dem entsprechend erfolgte die Ausschreibung. Ende Mai soll der Stadtrat den Auftrag vergeben. Ins Stocken gerät der innerstädtische Verkehr übrigens auch in der Von-Kühlmann-Straße auf Höhe der Pflugfabrik. Dort wird im Sommer das letzte Teilstück fertig gestellt. Das werde entsprechend koordiniert, versprach OB Ingo Lehmann (SPD), um die Beeinträchtigungen in den zwei viel befahrenen Straßenzügen so gering wie möglich zu halten.

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