Vom Meister überrollt

Alle Jahre wieder ist es das Highlight der Saison: das Derby zwischen den Heimerer Schulen Basket Landsberg und der BG Leiters­hofen/Stadtbergen im hiesi­- gen Sportzentrum. Die „Red Kangaroos“ kamen als frisch gebackener Aufsteiger lech­auf­wärts und wurden – nicht wie vor zwei Wochen die Gotha Rockets – ihrer Favoritenrolle gerecht. Die HSB hatten dem Leitershofener Offensiv­wirbel vor 700 Zuschauern nur wenig entgegenzusetzen und verlor so auch deutlich mit 87:111 Zählern.

Von der ersten Minute an gaben die Gäste das Tempo an. Es war ein schnelles Spiel und beide Mannschaften feuerten aus allen Rohren – Leitershofen jedoch mit der deutlich besseren Trefferquote. Vor allem der überragende US-Spielmacher Josh Rudder war glänzend aufgelegt. Bei Landsberg konnte lediglich Jason Boucher dagegen halten. Er erzielte in den ersten zehn Minuten 14 seiner insgesamt 33 Punkte. Doch selbst das war zu wenig, denn bei Leitershofen war die Punkteverteilung ausgeglichen. Der 26:34-Zwischenstand am Ende des ersten Viertels war denn auch hochverdient. Im zweiten Spielabschnitt haperte es dann bei Landsberg vor allem an der Rebound-Arbeit. Leitershofen kam zu unzähligen zweiten, dritten und sogar vierten Wurfchancen, so dass der Rückstand stetig größer wurde. Hinzu kam auch noch, dass vorne der Ball einfach nicht in den Korb wollte. Scheinbar resigniert von der schlechten Wurfquote, verzettelten sich die Landsberger immer mehr in Einzelaktionen. Dabei rannte sich insbesondere Jeremiah Lawrence (21 Punkte) ein ums andere Mal in der Verteidigung seines letztjährigen Teams fest. Einzig und allein Michael Teichner (12) wusste in dieser Phase durch schöne Offensivaktionen zu überzeugen. Leitershofen hingegen blieb seinem schnellen, mannschaftsorientiertem Spiel treu und zog so bis zur Halbzeit auch auf 40:56 davon. Als Fabian Kirchhoff (15) den ersten Korb nach dem Seitenwechsel erzielte, kam im Landsberger Lager nochmal Hoffnung auf. Doch das Wurfpech zog sich wie ein roter Faden durch das Spiel. Gerade einmal vier von 25 Dreier-Versuchen fanden ihr Ziel. So konnten die Leitershofener dank ihrer Re­bound­überlegenheit auch schnell nach vorne spielen und im Fastbreak häufig spektakulär abschließen. Kleiner HSB-Lauf Erst zu Beginn des Schluss­viertels konnte die HSB einen kleinen Lauf hinlegen. Großen Anteil daran hatte ausgerechnet Youngster Lorenz Schwing­ham­mer, der die ersten drei Viertel auf der Bank gesessen hatte. Mit einem Dunking, guter Verteidigung und ordentlicher Reboundarbeit gab er der Mannschaft wichtige Impulse. Landsberg legte einen 8:0-Lauf hin. Und wenig später streute Boucher zwei Dreier zum 75:91 ein. Doch dann verfiel man wieder in den alten Trott: beim Rebound blockte man nicht konsequent genug aus und so blieb es bei einer deutlichen Angelegenheit für die Gäste. Die HSB rutscht nach dieser zweiten Niederlage in Folge auf den 5. Tabellenplatz der Regionalliga Südost ab, da Ansbach zeitgleich mit 91:82 gegen Rattelsdorf gewann. Außerdem besiegte der USC Leipzig die Gotha Rockets deutlich mit 86:70 und steht somit als zweiter Aufsteiger neben Leitershofen fest. Nun geht es zwischen diesen beiden Mannschaften noch um die Meisterschaft. Landsberg gastiert nach dem spielfreien Osterwochenende am 10. April um 18 Uhr bei Ligaschlusslicht Srbija München.

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