Nicht mehr als 500000 Euro

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Wegen der Ganztagsbetreuung an der Grundschule Kaufering soll nun eine Mensa gebaut werden. Kostenpunkt: etwa 500000 Euro.

Kaufering – Die Marktgemeinde wird auch im kommenden Jahr wieder viel Geld in die Hand nehmen müssen. Im Rahmen der Ganztagsbetreuung an der Grundschule soll und muss eine Mensa gebaut werden. Bürgermeister Erich Püttner will die Kosten dafür auf 500000 Euro deckeln.

Der Rathauschef erinnerte in der jüngsten Sitzung zunächst an die Vorgeschichte: Am 20. Februar vergangenen Jahres war der Grundsatzbeschluss für den Aufbau eines gebundenen Ganztagszuges an der Grundschule gefallen. Und der beinhaltet eben auch den Bau einer Mensa. Wörtlich heißt es in dem damaligen Beschluss unter Punkt 6: „Der Marktgemeinderat beschließt, dass im Schuljahr 2014/15 in Zusammen­- arbeit mit der Schule eine finanzierbare und sinnvolle Lösung für eine Mensa an der Grundschule gefunden und zeitnah realisiert wird. Dabei sind sich die Beteiligten bewusst, dass hierfür sehr begrenzte finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen.“ 

Wie die Mensa einmal aussehen und vor allem an welcher Stelle sie gebaut werden soll, steht noch in den Sternen. Zwar gibt es nach mehreren Ortsbesichtigungen verschiedene Alternativen, doch der „Stein des Weisen“ scheint nicht bislang nicht gefunden. Das ist einer der Gründe, warum Bürgermeister Erich Püttner nun das Architekturbüro „Degle.Degle – Gesellschaft von Architekten mbH“ aus Königsbrunn beauftragen will, um die vorhandenen Alternativvorschläge untersuchen zu lassen. Das Büro solle aber auch eigene Ideen entwickeln. 

Sämtliche Planungsalternativen müssen mit einer vorläufigen Kostenermittlung abgeliefert werden. Das Planungsbüro erhält von der Marktgemeinde auch glasklare Vorgaben. Das Bauvorhaben darf, so steht es auch in der Beschlussvorlage für den Marktgemeinderat, die Summe von 500000 Euro nicht überschreiten. Weiterhin müssen die Bauarbeiten in der Zeit vom Juli bis September/Oktober nächsten durchgeführt werden. Natürlich soll der Schwer- punkt der Arbeiten in den Sommerferien liegen. Die bisherigen Alternativen: 

• An die bestehenden Räume im Keller des Bauteils 1 eine Art „Wintergarten“ in Richtung Pau­senhof anbauen, wobei die Kellerräume als Küche und Speiseraum genutzt werden könnten. Dies hat einen Synergieeffekt, da die Wände im Kellerbereich feucht sind und ohnehin auf jeden Fall saniert werden müssen. 

• Möglich wäre auch ein Anbau im Bauteil 2 vor der Pausenhalle in Richtung Süden/ Fahrradhalle. Dazu gibt es bereits einen Vorschlag eines örtlichen Architekten. 

• Eine weitere Alternative wäre eine Aufstockung des Bauteils 1 und der Verlegung von Klassenräumen dorthin. Damit würde im Erdgeschoss Platz für Mensa und Küche. Eventuell könnte die Küche im Keller verbleiben und die Speisen mit einem Aufzug ins Erdgeschoss befördert werden. 

• Eine Realisierung der Mensa in der benachbarten Mittelschule ist ein weiterer Vorschlag. Dabei könnten in den Kellerräumen des Bauteils 3 der bestehende Naturwissenschaftliche Raum und der Werkraum zusammengenommen und durch einen Anbau in Richtung Osten erweitert werden. Die Erschließung könnte von außen erfolgen und die Mittagsbetreuung durch einen Weg angebunden werden. 

Diese Lösung hätte den Vorteil, dass die Räumlichkeiten auch für außerschulische Zwecke, wie etwa die Ferienbetreuung, genutzt werden können, ohne dabei das Schulhaus betreten zu müssen. 

Nach kurzer Diskussion stand für die Mehrheit des Marktgemeinderats fest, dass man das Architektenbüro beauftragen sollte. Es sind aber noch viele andere Fragen zu klären. Beispielsweise, ob die Küche als reine Essenausgabe gebaut werden soll oder ob man in einer Vollküche die Speisen selbst zubereiten will. Auch die Entwicklung der Schülerzahlen müsse für die Raumplanung berücksichtigt werden. Zu klären sind weiter die finanziellen Fördermöglichkeiten. Einig war sich der Kauferinger Gemeinderat jedoch, einen Ausschuss zu bilden, der die Planungen begleiten soll.

Siegfried Spörer

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