Ein Meter mehr Bootshaus

Im Februar waren im Gemeinderat noch Fragen zur Anschaffung eines neuen Rettungsbootes für die Wasserwacht offen geblieben. Inzwischen konnten der Vorstand der Ortsgruppe sowie Kreisvorsitzender Alexander Stephan sämtliche Unklarheiten beseitigt. Anschließend geneh- migte der Gemeinderat den gewünschten Zuschuss in Höhe von 10000 Euro sowie einen jährlichen Betriebskostenzuschuss von 400 Euro.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, ob das Boot, das die Wasserwacht bei einem Hersteller in Bregenz am Bodensee anfertigen lässt, nicht rund einen Meter kürzer ausfallen könnte als geplant. Mit 7,20 Metern Länge passt das Rettungsgerät nämlich nicht in das vorhandene Bootshaus am Strandbad. Wie Stephan erklärte, muss das Boot eine bestimmte Länge haben, um ausreichend Tiefgang zu besitzen, damit es den spürbar stärker werdenden Unwettern auf dem Ammersee standhalten kann. In der Vergangenheit mussten zum Schutz der Mannschaft schon oft Einsätze abgebrochen werden. Eine wettertaugliche Ausrüstung der Wasserwachten am Westufer sei auch deshalb besonders wichtig, weil einige Ortsgruppen am Ostufer wegen des dortigen hohen Wellenganges manchmal nicht ausrücken können. „Die Wasserwacht Buch bringt bei Sturm ihr Boot nicht mehr raus“, erklärte Stephan. Außerdem resultiere die Länge des Bootes auch aus der Arbeitsplattform, die notwendig sei, um Taucheinsätze zu organisieren oder Personen zu bergen. Mit dem Bregenzer Bootsbauer habe man außerdem schon gute Erfahrungen gemacht, so Stephan. Vier Sonderanfertigungen aus seiner Produktion sind bereits auf dem Ammersee im Einsatz. Michael Weber (FWG) befürchtet, dass bei einer Verlängerung des Bootshauses in Richtung Osten das bestehende Ensemble aus Bootshütte, Sprungturm und See empfindlich gestört werden könne. Allein das neue helle Holz wirke wie ein Fremdkörper in der bereits vorhandenen Patina. Weber schlug deshalb vor, die Hütte der Wasserwacht nach Westen zu verlängern. Dazu müssten ihr allerdings einige Privatkabinen zugeschlagen werden. Peter Plaumann von der Wasserwacht be- fürchtete allerdings wegen abnehmenden Wassertiefe Komplikationen. Auch die Mehrheit des Gemeinderates zeigte sich von den Erklärungen der Wasserwacht überzeugt und entschied sich für die geplante Erweiterung nach Osten. Die Kosten dafür betragen rund 8000 Euro. Geklärt wurde zudem, warum von den 60000 Euro-Zuschuss, den die Uttinger Wasserwacht nach dem Bayerischen Rettungsdienstgesetz erhält, zehn Prozent an den oberbayerischen Wasserwachtsbezirk abzuführen sind. „Dies ist üblich“, so Stephan, „damit kleinere Ortsverbänden notwendige Anschaffungen tätigen können.“

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