Satter Zuschuss für die VG Fuchstal

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Die Grundschule in Leeder: Auch für deren Sanierung erwartet die Gemeinde Fuchstal einen hohen Zuschuss, konkret 355.000 Euro.

Leeder/Unterdießen – Mit einem satten Zuschuss für Maßnahmen zur energetischen Sanierung können die Gemeinden Fuchstal und Unterdießen rechnen, die eine Verwaltungsgemeinschaft bilden (VG). Knapp 1,4 Millionen Euro stellt der Staat dafür bereit. Das ist die zweithöchste Summe im ganzen Regierungsbezirk Oberbayern, wo 58 Projekte gefördert werden und wofür 28,6 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Fuchstal ist eine von wenigen Kommunen im Landkreis Landsberg, die von Zuschüssen aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (kurz KIP) profitiert, das von der Bundesregierung aufgelegt wurde. Nutznießer sind auch die Stadt Landsberg beim Abbau von baulichen Barrieren an der Mittelschule (365.000 Euro), der Landkreis Landsberg bei der Sanierung der Wolfgang-Kubelka-Realschule in Schondorf (578.000 Euro) und die Gemeinde Prittriching, wo für die energetische Sanierung des Rathauses samt Bücherei und Gemeindesaal 450.000 Euro aus dem staatlichen Topf fließen. Der Staat übernimmt 90 Prozent, die Kommune nur zehn Prozent.

Der Bund hat ein Sondervermögen mit dem langen Namen „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“ aufgelegt, das bis 2018 läuft. Es umfasst 3,5 Milliarden Euro, wovon auf Bayern knapp 300 Millionen Euro entfallen. Gedacht ist es, um in Gemeinden mit einem unterdurchschnittlichen Steueraufkommen und in Verwaltungsgemeinschaften Investitionen zu fördern. Angelehnt ist das KIP an das frühere Konjunkturpaket II, mit dem erfolgreich Investitionen angestoßen wurden.

Insgesamt sind in Bayern 1300 Bewerbungen eingegangen. Knapp 700 wurden ausgewählt. Nun müssen die Projektträger ihre Förderanträge innerhalb der nächsten sechs Monate bei den Bewilligungsstellen einreichen. Für die Kommunen im Landkreis Landsberg ist dies die Regierung von Oberbayern.

Treibende Kraft für die Aufnahme ins KIP war im Fuchstal Gerhard Schmid, der geschäftsleitende Beamte und Kämmerer bei der Verwaltungsgemeinschaft. Die Gemeinde Unterdießen kann nun bei der Sanierung der Mehrzweckhalle mit einem Zuschuss von 329.000 Euro rechnen. Für den barrierefreien Ausbau des Rathauses in Leeder und für energetische Maßnahmen sind zirka 420.000 Euro vorgesehen. Dämmungen und Umbauten in der Grundschule Leeder (beim Hofgartenhaus) werden voraussichtlich mit 355.000 Euro unterstützt. Um die Kindertagesstätte in Fuchstal energetisch und auch baulich auf Vordermann zu bringen, werden 292.000 Euro bereitgestellt. Bei all diesen Projekten trifft es die Gemeinde bzw. die VG nur mit zehn Prozent.

Angemeldet für das KIP hatte Kämmerer Gerhard Schmid auch das Hofer-Haus mit der Mehrzweckhalle in Seestall. Dies wurde jedoch nicht bewilligt. Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Wie Bürgermeister Erwin Karg auf der letzten Gemeinderatssitzung erklärte, bestünde die Hoffnung, dass die Sanierung des Seestaller Gebäudes in das Programm EFRE aufgenommen werden könne. Damit ist der europäische Fonds für regionale Entwicklung gemeint. Unterstützt werden dabei Investitionen in Wachstum und Beschäftigung, wie das Bayerische Wirtschaftsministerium erläutert. Allerdings sind die Zuschüsse wesentlich niedriger als beim KIP mit seinen 90 Prozent.

Johannes Jais

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