Mit optischem Konzept

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So wird das neue Areal der Wolfgang-Kubelka-Realschule in Schondorf nach der Fertigstellung Ende 2019 aussehen. Im Hintergrund links die neue Dreifach-Turnhalle.

Schondorf – Bürgermeister Alexander Herrmann sagte es deutlich bei der diesjährigen Abschlussfeier der Wolfgang-Kubelka-Realschule: Der Landkreis lasse sich Sanierung und Erweiterung etwas kosten, um damit den Standort Schondorf mit seinem hohen Ausbildungsstandard für die nächsten 20 bis 30 Jahre zu sichern. Dieses „etwas“ wird summa summarum 20 Millionen Euro betragen. Bis Ende 2019 sollen die Arbeiten in drei Bauabschnitten fertig gestellt sein. Der Gemeinderat gab inzwischen grünes Licht für die drei Bauanträge, die mit dem Landkreis als Bauherrn vorher abgestimmt wurden.

Die bestehende Einfachturnhalle wird abgerissen und macht Platz für ein modernes dreigeschossiges Erweiterungsgebäude, das in den beiden Obergeschossen mit einem verglasten Verbindungsbau an das bestehende Gebäude angeschlossen wird. Das Erdgeschoss ist mit Ausnahme der geplanten Mittagsbetreuung komplett aufgeständert vorgesehen, um erweiterte und überdachte Pausenhofflächen anbieten zu können. In den Obergeschossen entstehen Klassen- und Fachräume. Die Fassade erhält im Erdgeschoss eine Leichtmetall Pfosten-Riegel-Fassade bzw. eine hinterlüftete Plattenverkleidung. Die Obergeschosse werden mit einem Wärmedämmverbundsystem ausgeführt. Die Material- und Farbwahl setzt sich am zu sanierenden Schulgebäude als auch an der neu zu bauenden Dreifach-Sporthalle fort. Damit entstehe laut dem Architekturbüro g.h.k. ein optisch zusammenhängendes Schulareal.

Das bestehende inzwischen 47 Jahre alte Hauptgebäude wird in einem weiteren Bauabschnitt komplett saniert. Es sind Brandschutzmaßnahmen, energetische Dach-, Fassaden- und Fenstersanierungen sowie eine neue stromsparende Beleuchtung vorgesehen. Außerdem werden ein zweites Treppenhaus und ein Aufzug eingebaut. Die in die Jahre gekommenen WC-Anlagen müssen außerdem entkernt und barrierefrei komplett erneuert werden.

Auf dem ehemaligen Prix-Gelände, wo derzeit die Abbrucharbeiten der Industriehallen stattfinden, wird eine freistehende bis zu vier Meter tief eingegrabene Dreifachturnhalle errichtet. Mit Foyer, einer zweireihigen Tribüne und sechs Umkleideräumen. Da die Halle vom Landkreis nicht mit einem multifunktionalen Boden und einer Bühne ausgestattet wird, muss hier die Gemeinde einspringen. Sollte die Halle für Veranstaltungen genutzt werden, müssen ein Auslegeboden und Bühnenelemente gekauft werden. Bis dahin wird noch viel Zeit vergehen, denn in diesem Jahr wird nicht mehr mit dem Bau der Turnhalle begonnen. Erst muss die Verrohrung des Mühlaugrabens verlegt werden. Außerdem verlangt das Wasserwirtschaftsamt ein hydrogeologisches Gutachten zum Thema Hochwasser auf dem Areal des ehemaligen Prix-Geländes.

Der Erweiterungsbau soll ab März 2017 in Angriff genommen werden, wobei man die Fertigstellung bis Ende 2018 geplant hat. Die Sanierungen des Bestandsgebäudes sollen ab August 2017 bis September 2019 vor allem in den Ferien stattfinden.

Die Wolfgang-Kubelka-Realschule unterrichtet ausschließlich Knaben und ist das Pendant zur Dießener Mädchenrealschule der Diözese Augsburg. 38 Lehrkräfte haben im letzten Schuljahr 570 Schüler unterrichtet. 117 erhielten Ende Juli ihr Mittlere-Reife-Zeugnis, darunter 13 mit einer Eins vor dem Komma.

Dieter Roettig

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