Nach langem Entscheidungsprozess

Am "richtigen Standort"

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Jetzt kann es losgehen: Ulla Höß vom Stadtbauamt, Oberbürgermeister Mathias Neuner, Schulleiter Christian Karlstetter, Stadtbauamt-Referatsleiter Peter Huber, Architekt Michael Walker und Gerd Wagner von der Firma Riebel (v. links) nahmen den Spatenstich vor.

Landsberg – Sechs Jahre nachdem der marodeste Gebäudeteil der ehemaligen Fritz-Beck-Schule abgerissen worden war, ist nun der Spatenstich für den Neubau eines neuen, zwölf Millionen teuren, Gebäudeteils der Landsberger Mittelschule erfolgt. Bei strömendem Regen fiel damit der Startschuss für die erst einmal letzte Etappe auf dem langen Weg zur Modernisierung des alten Schulstandorts, der durch kontroverse Diskussionen und Widerstände gekennzeichnet war.

Über „Segen von oben“ freute sich Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) am Dienstag vergangener Woche beim Spatenstich für den Um- und Neubau der Mittelschule Landsberg. Bei seinen Ausführungen hielt er sich dennoch kurz, denn unablässig prasselte es von oben auf die Regenschirm der Gäste und das kleine Zelt, unter das sich Ulla Höß und Peter Huber vom Stadtbauamt, Schulleiter Christian Karlstetter, Architekt Michael Walker, Gerd Wagner von der Firma Riebel sowie das Stadtoberhaupt selbst förmlich gerettet hatten.

Mit Kosten von zwölf Millionen Euro rechnet der Oberbürgermeister für den Neubau, ein Viertel davon werde durch den Bund und das Land Bayern bestritten. Ursprünglich hatten noch aufwändigere Planungen und Konzepte im Raum gestanden, die auch Architekt Michael Walker von Scholl Architekten Partnerschaft als am „praktikabelsten und nachhaltigsten“ erachtet hätte. „Aber der Bestand hat Qualität und lässt sich mit dem Neuen schön verbinden.“ Mit Blick auf das ungemütliche Wetter, wohl aber auch die Querelen, die den Weg vom Abriss des alten Gebäudeteils im Jahr 2010 bis zum nun erfolgten Spatenstich begleitet hatten, stellte Walker fest: „Wir halten durch.“

Auch Neuner hatte einführend auf den „längeren Prozess verwiesen“. Insbesondere die Zusammenlegung der vormaligen Fritz-Beck-Hauptschule und der Schlossbergschule hatte zu Misstönen geführt und auch die Frage, wo die neue Mittelschule zu errichten beziehungsweise, wie mit dem alten Bestand zu erörtern sei, hatte einige Zeit in Anspruch genommen.

„Der Standort ist der richtige“, stellte das Stadtoberhaupt fest und auch die Gestalt des geplanten Baus überzeuge ihn. Zusammen mit Schulleiter Karlstetter, dessen Geduld zu „lobpreisen“ sei, habe er Seite an Seite für die nun zu verwirklichende Lösung eingestanden. Die zentrale große Aula, die für eine multifunktionale öffentliche Nutzung vorgesehen ist, trage zu dem „tollen Konzept“ bei, das „die Bürger hoffentlich annehmen werden“, so der Schulleiter.

Den Bau, der im Jahr 2018 abgeschlossen sein soll, übernimmt die Firma Riebel, die Neuner aus eigener Anschauung als Praktikant als „zuverlässig und schlagkräftig“ titulierte. „Landsberg ist seit jeher ein Industrie- und Ausbildungsstandort. Fachkräfte kommen traditionell von der Mittelschule“, sieht der Oberbürgermeister die Weichen für die Zukunft nun gestellt.

Rasso Schorer

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