Modern und schick

Auch die Vertreter der Sponsoren sind von den Shirts begeistert, die die Schüler des Wahlfachs vorführten: (vorne,von links nach rechts) Dietmar Weber von der Johann-Winklhofer Beteiligungsgesellschaft, Albert Rösch von der Landsberg Ammersee Bank und Lorenz Ellmayer von der Sparkasse. Im Hintergrund Schulleiter Martin Sulzenbacher. Foto: Eckstein

In vielen Ländern ist sie üblich, in Deutschland hingegen verbindet man mit dem Begriff „Schuluniform“ eher konservative und überkommene Kleidung. Nicht in der Johann-Winklhofer-Realschule. Hier bietet ab sofort eine Schülerfirma im eigens gegründeten „JWR-Shop“ moderne, schicke Outfits in tollen Farben an.

Das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Identifikation mit der Schule stärken und gleichzeitig eine attraktive Alternative zu teurer Markenkleidung schaffen: Diese Ideen waren der Auslöser für die Schülerfirma „JWR-Shop“, die im Rahmen eines Wahlfachs gegründet wurde. Insgesamt elf Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 bis 10 konnten unter der Leitung von BWL-Lehrer Johannes Spiegler Produktideen entwickeln, über Designs abstimmen und natürlich lernen, wie eine Firma funktioniert – von der ersten Idee über Warenorder bis hin zu Werbung und Verkauf. Im JWR-Shop werden sie dann zweimal wöchentlich die Produkte anbieten. Drei Starthilfen Um ein erstes Sortiment ordern zu können und die anfallenden Startkosten zu finanzieren, konnte Schulleiter Martin Sulzenbacher drei Sponsoren gewinnen, die mit jeweils 1000 Euro „Starthilfe“ gegeben haben: die Johann-Winklhofer Beteiligungsgesellschaft, die Stiftung der Sparkasse Landsberg und die Landsberg Ammersee Bank, die allesamt von der Idee des Shops überzeugt waren und nicht zuletzt die Praxisnähe des Projekts schätzen. Auch die Schüler und Lehrer scheinen von der Idee begeistert. Mehr als 900 Bestellungen sind im Vorfeld eingegangen: T-Shirts, Poloshirts, Girlieshirts und Kapuzenpullis in modischen Farben und Schnitten und sehr günstigen Preisen. So kostet ein Shirt beispielsweise nur 4,50 Euro, der teuerste Artikel ist die Damen-Kapuzenjacke für 18 Euro, alles in hochwertiger Qualität. „Wir arbeiten nicht gewinnorientiert, wir verkaufen die Sachen zum Einkaufspreis weiter“, erklärt Martin Sulzenbacher. Sollte der Shop weiterhin so gut laufen, soll das Angebot erweitert werden, Ideen haben die Schüler des Wahlfachs genug: USB-Sticks, Schlüsselbänder oder auch Tassen werden folgen.

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