Möglichst keine neuen Schulden – Haushaltsberatungen in Dießen

Mit dem Ziel, eine Schuldenaufnahme wie schon in den vergangenen fünf Jahren weitgehend, am besten sogar gänzlich zu vermeiden, sind die Mitglieder des Finanzausschusses in die Haushaltsberatungen 2009 gegangen. Dabei sieht die Ausgangslage bisher durchwegs gut aus. Die Steuerkraft des Marktes steigt gegenüber dem Vorjahr um 11,84 Euro auf 532,34 Euro.

Die Umlagekraft – zusätzlich werden hier 80 Prozent der Schlüsselzuweisungen aus dem Vorjahr berücksichtigt – steigt ebenfalls, um 423339 auf 6,745 Millionen Euro. Freuen kann sich die Marktgemeinde über ein Plus an Schlüsselzuweisungen: 2,16 Millionen Euro, das sind 486800 Euro mehr als noch 2008. Ursprünglich war man für den Haushaltsentwurf nur von 1,3 Millionen Euro ausgegangen. Die Kreisumlage, die an den Landkreis Landsberg abgeführt werden muss, beziffert sich auf 3,44 Millionen Euro, demnach 285500 Euro mehr als im abgelaufenen Haushaltsjahr. Einnahmen über die Einkommens- und Umsatzsteuer sind von Kämmerer Max Steigenberger im Haushaltsentwurf 2009 mit insgesamt 4,76 Millionen Euro veranschlagt. „Es weiß keiner, mit welcher Kraft die Rezession durch- schlägt, deshalb müssen wir vorsichtig schätzen“, so Bürgermeister Herbert Kirsch. Er und auch der Kämmerer warnten vor unnötigen Ausgaben und forderte die Ausschussmitglieder auf, Streichungen möglichst in Höhe der eingestellten Neuverschuldung von knapp 1,3 Millionen Euro vorzunehmen. Beim Verwaltungshaushalt blieb das große Streichkonzert freilich aus; dieses war der Beratung des Vermögenshaushaltes vorbehalten (siehe nebenstehenden Beitrag). Bis dahin wurde die Neuverschuldung lediglich um 240000 Euro gesenkt. Darin verbergen sich viele kleinere Summen wie der Umbau von Garderobenschränken für die Carl-Orff-Volksschule, der ausgesetzt wird. Der Bau des Windfangs am Eingang der Mehrzweckhalle wird erneut verschoben, auch für die Straßensanierung bleibt weniger Geld – Kirsch reduzierte diesen Betrag wie auch in den Vorjahren auf ein Minimum von 100000 Euro. Ein weiteres Jahr verschoben wurde der geplante Abriss der Eisenbahnbrücke im Süden Dießens, der im Haushalt mit 167000 Euro angesetzt ist. Drückende Last Die Schulden der Marktgemeinde betragen insgesamt 3,03 Millionen Euro, die des Wasserwerkes 3,94 Millionen. Letztete resultieren aus den enormen Investitionen, die notwendig waren, darunter die Wasserversorgung in den westlichen Ortsteilen, der Hochbehälterbau Dießen wie auch die Sanierung der Quelle in Bischofsried und der Bau der dritten Druckzone, erläuterte Kämmerer Steigenberger.

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